Dienstag, 28. September 2010

2010-08 & 2010-09 Ereignisse, grosse Feiern

Bilder teilweise hochgeladen, aber einige folgen noch im zweiten Part...

Da Johan Ende August Geburtstag hatte, half ich ihm bei der Vorbereitung des „Chicago Style Italian Beef Sandwichs“ - siehe Bilder. Am späten Nachmittag holten wir dann Leo vom Flughafen ab, der extra aus Melbourne als „Guest Instructor“ für die morgige LDN Zouk & Bachata Tanznacht einflog.
Bevor es am 28.08. dann zum tanzen ging, trafen wir (Kari, Leo, Johan und ich) uns morgens zum Pancakes Essen in der City.
Abends half ich dann beim Empfang und an der Bar aus, dafür bekam ich freien Eintritt. Da beide Tänze aus dem brasilianischen Raum stammen, dachte ich, alle Mädels würden Kleider tragen. Also zog ich mir extra ein sommerliches Kleid an – erstaunlicherweise war ich die Einzige, die so dachte… Getanzt wurde die ganze Nacht, bis die Füße weh taten und noch länger!
Nach etwa drei bis vier Stunden Schlaf, mussten wir schon wieder aufstehen. Johan hat uns für 10 Uhr morgens (Sonntagmorgens, nach einer durchtanzten Nacht!!!) beim Paintball angemeldet, um seinen Geburtstag dort mit uns zu feiern. Das Wetter war zum Glück herrlich – wir hatten Sonnenschein. Also ab ins Auto und Richtung Nord-Adelaide, wo wir uns mit 10 weiteren Freunden trafen. Nachdem wir das Formelle geklärt hatten, bekamen wir unsere Ausrüstung, Gewehr und Munition. Dann ging es für den ganzen Tag aufs Spielfeld. Solange wir Munition hatten, durften wir spielen. Es gab zum Glück kein Zeitlimit und die Jungs kauften gleich Unmengen an Kugeln, sodass sie uns (den Mädels) am Ende welche abgaben. Sarantos kaufte sich sogar eine Handgranate, die beim ersten Wurfversuch nicht losging und beim zweiten Versuch leider niemanden traf (Sarantos war in meinem Team).
Danach ging es dann zu Johan für das „Chicago Style Italian Beef Sandwich“ und ein gemütliches Lagerfeuer im Garten.

Am 30.08. ging es mit Max, Sonia und Brooke zum Sushi Essen. Haben wir lang nicht mehr gemacht – waren einfach immer viel zu beschäftigt, um gemeinsam auszugehen. Allerdings haben wir diesmal eine Neuentdeckung gemacht. Ich weiß leider den Namen der Sushi Rolle nicht mehr, dafür habe ich aber ein Foto gemacht… Da brauch ich sicher nicht erklären, dass das eklig schmeckte!!! (s. Foto)
Außerdem ist heute ein Paket aus Deutschland für mich angekommen – 10 Kilo Kleidung! Auch, wenn das alles meine alten Kleidungsstücke sind, fühlt es sich an, als hätte ich mal eben Neue gekauft. Nach fast einem Jahr, vergisst man sowieso, was man mal in Kartons verpackt hat… Vielen Dank noch mal an meine lieben Eltern.

Am 05.09. ging ich dann zum ersten Mal zu einem monatlichen Event namens „Sunset Salsa“. An jedem ersten Sonntag im Monat treffen sich Tanzbegeisterte am Henley Beach in einem Restaurant, das in ein Tanzlokal umgewandelt wird. Wie der Name schon sagt, wird getanzt bis Mitternacht (das Event ist ja leider auf einem Sonntag und die meisten müssen am nächsten Tag wieder früh raus…)

Am 11.09. Samstag bekam ich nach meiner Zouk Stunde noch eine Privatstunde in Salsa von Johan. Kari sah uns dabei zu und nach kurzer Zeit meinten beide zu mir, dass abgesehen von ein bis zwei kleinen Dingen an meiner Haltung, kaum etwas zu verbessern sei. Als wir dann Kari zum Flieger (sie flog fürs Wochenende nach Melbourne) brachten, meinte sie, dass sie in etwa 18 Monaten gern ins Ausland gehen möchte und dass Johan darüber nachdenken sollte, mich als Nachfolger einzusetzen!!! Ich war natürlich super gerührt.

Am 12.09. gab es mal wieder Pancakes mit Früchten und Eis zum Frühstück – ich liebe diese Sonntage – bevor es dann zum Shopping nach Harbour Town (Outlet Centre) ging. Hab mir (mal wieder) 2 neue Paar Schuhe (davon ist eines für mein Tanztraining) und ein paar Shirts gekauft. Die Tanzschuhe hab ich dann gleich am nächsten Mittwoch beim Salsa Unterricht ausprobiert – macht Spins viel einfacher!

Seit dem 06.09. habe ich nun viel in der Wilderness Lodge (Camp für Schulkids) zu tun. Wöchentlich sind zwei Gruppen mit meist um die 40 Kids gebucht. Was für mich heißt: Begrüßung, Vorbereitung Teatimes, Frühstück, Mittagessen, Abendessen und zwischendurch Entertainment für die Kids wie Seilgarten und nun auch „Scales & Tales“ – eine Show, bei der ich den Kindern einige Reptilien (wie Schlangen und Lizards) näher bringe. Natürlich dürfen sie diese auch anfassen und streicheln. Mir macht das super viel Spaß und den Kindern anscheinend auch…
Nach langem rumprobieren, welches Produkt am besten als Einstreu für unsere Reptilien geeignet ist, haben wir nun anscheinend den Gewinner ermittelt. Wir probierten Aspen (ein Holzprodukt aus Kanada), Sand, Rinde, Zeitschriften (flach), Zeitschriften (zerschnitten)… doch nichts war perfekt. Nun nutzen wir grünen Teppich und wie es scheint, ist dieses Produkt unschlagbar! Leider heißt das auch wieder, dass wir all unsere Boxen und Gehege neu bestücken müssen (Entleeren, Saeubern und Teppich rein). In dem Zuge hat Sonia gleich ein neues Regalsystem bauen lassen, sodass wir nun viel mehr Platz haben.

Am 08.09. sah ich zum ersten Mal (nach unserem langen Winter) ein Kangaroo am Straßenrand sitzen, als ich auf dem Weg zur Lodge war. Ich hielt auf dem Seitenstreifen an und versuchte ein Foto zu schießen, leider hopste es dann davon!
Nun wird es langsam Frühling. Die Tage werden länger, die Sonne kommt viel öfter durch und auch die Stürme lassen nach. Unser letztes großes Gewitter zog in der Nacht zum 09.09. gegen 4.30 Uhr inkl. starkem Regen und starkem Hagel über uns hinweg. Der Donner weckte mich auf, sodass ich wach war, als Blitz und Donner im gleichen Moment erschienen! Gruselig, vor allem in meiner kleinen Blechbüchse…!

13.09.2010 Tja, nun ist wirklich ein Jahr rum!!! Ging wirklich schnell (fuer mich) und mein Leben hier fuehlt sich so normal an, wie mein altes in Deutschland (nur spannender)! Wenn ich mich an meine ersten Stunden/Tage in AUS erinnere, mit meinem schuechternen/0-8-15 Englisch und dem grosse-weite-Welt-Gefuehl fuer Australien. Nun hab ich hier schon so viel erlebt und gesehen, sodass mir alles normal vorkommt und ich ueber mich selbst und meine Anfaenge hier schmunzeln muss. Nach einem Jahr im Ausland, kommt mir die Welt ploetzlich sehr klein vor und alles scheint moeglich zu sein! Vielleicht zieht es mich eines Tages doch noch mal weiter und in ein anderes Land... Aber keine Angst, nicht all zu bald! :o)

Am 14.09. holte Sonia dann Alan, ihr Pferd, zu uns rüber. Sie spannte einen Zaun direkt hinter meinem Caravan, damit Alan den Bereich abgrast. Leider machte ich in der Nacht kaum ein Auge zu. Ich fühlte mich irgendwie beobachtet – auch wenn es nur ein Pferd war, was vor meinem Fenster rumlungerte (und diese unheimlichen Geräusche machte) und durch mein Fenster schaute!

Samstag, der 18.09. war dann ein grosser Tag – die Southaustralian Bachata Dance Competition fand heut statt, an der das LDN-Team teilnahm! Doch bevor es abends zum Wettkampf ging, „entfuehrte“ mich Johan am Morgen zum Windy Point Lookout. Ein Wahnsinnsausblick ueber die Stadt bis zum Meer. Da noch Zeit war, bevor wir uns für die Competition fertig machen mussten, ging es danach zum Wein Center, wo wir neben Weingeruchsproben, einiges ueber die Herstellung und die Geschichte lernten. Abends trafen wir uns dann mit den Anderen vom LDN Team, um uns auf den Wettkampf vorzubereiten. Waehrend Johans Nervoesitaet stieg, freute ich mich auf einen ganzen Abend voll Tanzen. In der Arkaba (Tanzlokal) angekommen, spielten sie etwa zwei Stunden Tanzmusik, bevor dann der Wettkampf losging. Sarantos, Sam, Kari und Shaun traten als Team gegen zwei weitere Teams an und Kari und Johan traten im Paartanz gegen zwei weitere Paare an. Die Konkurrenz war gut, dennoch nicht gut genug. In beiden Bereichen gewann LDN den Titel! Yippy!!!

Am naechsten Nachmittag trafen wir uns dann mit allen Mitgliedern von LDN im Studio für ein Photoshoot. Tim (Tanzschueler und Amateurphotograph) versuchte sich zum ersten Mal an Portraits und bat mich (ich erwaehnte, dass ich für ein paar Photographen bereits assistiert habe), ihm Tipps zu geben und beim kompletten Photoshoot zu assistieren. Da ich mich fürs photographieren interessiere, leider zu faul bin, meine Kamera zu studieren, war ich froh, wieder einmal mit einen Photographen zusammen zu arbeiten, der meine Ideen in die Tat umsetzen wollte und konnte. Die Bilder sind fantastisch geworden und Tim fragte mich danach gleich, ob ich mit ihm als Photographenteam zu den naechsten Auftraegen gehen wuerde! Witzig, was sich einfach mal so ergibt... Die Bilder von Tim werde ich Hochladen, sobald ich sie von ihm bekomme. Am Abend fuhren Johan und ich dann zu Liam, wo wir uns mit ein paar Freunden zum Spielabend trafen.

Am 21.09. ist uns (Reptile Breeding Centre) dann ein Durchbruch in der Schlangenzucht gelungen. Nachdem Cane Toad die Mulga Schlange in der Wildnis ausrottete, versuchten einige wenige Zuechter (u. a. Sonia) diese in Gefangenschaft zu zuechten, was bisher leider erfolglos war. Auch in Gefangenschaft sind nun nur noch ein halbes Dutzend Mulgas uebrig und bisher konnte niemand ein „mating“ verzeichnen. Nach vier Jahren rumprobieren, bekamen wir nun ein „mating“ der Mulga Schlangen zustande und nur wenige Wochen spaeter um 9.12 Uhr startete sie das Eierlegen – alle in einem guten Zustand. Wir schaetzten, sie wuerde um die 19 - 23 Eier legen und checkten stuendlich. Und es wurden mehr und mehr und es wurde spaeter und spaeter. Gegen 18.30 Uhr war sie dann fertig und wir konnten 30 Eier in einem perfekten Zustand verzeichnen!!! Wenn auch nur eines der Babys schluepft, haben wir geschafft, was bisher noch niemand geschafft hat und haben somit auch die Moeglichkeit, die Spezies „Mulga Snake“ zu erhalten…!!!

Nachdem ich mich nun bereits rantraute, Reptilien Shows zu geben, fuhr ich am 22.09. mit Adrian (Animals Anonymous) zu einer Kindertagesstaette, um mir eine seiner „Australians Native Wildlife“ Shows anzusehen. Die Kids waren etwa 4 Jahre alt (viel erzaehlen mussten wir also nicht), dennoch machte es super viel Spass. Also entschloss ich mich dazu, dem ganzen sehr bald eine Chance zu geben…

Für etwa zwei Wochen bekamen wir einen neuen Volunteer – Mel aus Deutschland. Da ich mich mit ihr ganz gut verstand, nahm ich sie mit, als wir am 24.09. einen halben Tag frei bekamen. Das Wetter war atemberaubend – sonnig, warm, blauer Himmel – also entschloss ich mich dazu, durch’s Mylor Warrawong Schutzgebiet einen Spaziergang zu machen, wo wir Kangaroos streicheln und von ganz nah einer Entenfamilie beim planschen zusehen konnten. Da der Tag noch immer jung war und das Wetter viel Sonne versprach, ging es nach Warrawong in den „Gold Diggings“-Walt, wo noch immer die alten Minenschaechte vorhanden sind.
Am Abend ging es fürs Wochenende wieder nach Adelaide, da für heute Abend eine Tanzparty im LDN Tanzstudio angesagt war – die „Bill Parton Band“ legte Ballsaal Musik auf, womit sie mich in meine Kindheit/Jugend zurueck versetzten, als ich noch Ballsaal Tanzunterricht nahm und Wettkaempfe tanzte. Nach und nach erinnerte ich mich wieder an einige Tanzschritte und somit wurde auch diese Nacht wieder lang…
Samstagmittag ging es dann wieder zum Zouk Unterricht und waehrend ich wartete, bis meine Stunde anfing, setzte ich mich nach draussen und genoss die Sonne (so viele schoene Tage in einer Reihe? Ist der Sommer nun wirklich da?)

Am Sonntag (26.09.) hatte ich dann meine erste eigene “Australians Native Wildlife” Show in McLaren Vale. Damit Mel (bevor sie weiter reist) auch die Gelegenheit bekommt, ein wenig von der Umgebung zu sehen, nahm ich sie kurzerhand mit. In Mylor (Adelaide Hills) holte ich meine Tiere ab. Zu meiner Show gehoerten (Quelle Bilder = Internet): Spinifex Hopping Mice, Velvet Gecko, Sleepy Lizard, Tawny Frogmouth, Green Tree Frog, Freshwater Crocodile, Bearded Dragon, Woma Python Baby, Water Python und Squirrel Glider. Nach einem gelungenen Auftritt ging es dann zurueck nach Adelaide, wo ein weiterer Kindergeburtstag auf mich und meine Tiere wartete.
Als mich dann am Abend der Heisshunger nach deutschem Kuchen ueberkam, gingen wir noch schnell zum Zutaten-shopping und machten uns dann gegen 21 Uhr ans Backen. Johan backte einen Schokoladenkuchen und ich einen Apfelstreuselkuchen – Yummy!!!

Heute (28.09. MO) weckte mich dann wieder die Sonne, somit beschlossen Sonia und ich, den Morgen im Garten zu beginnen. Wir rueckten Tisch und Stuehle zurecht, brachten Kaffee und Kuchen raus und genossen zum ersten Mal zusammen (wie wir erschrocken feststellten) Fruehstueck im Garten…

Dienstag, 24. August 2010

Erholungswochenende - Sun and Spa...

Bilder vom Wochenende findet ihr natürlich unter „my pics“…

19.08. – 20.08.
Nachdem wir wieder einen 2tage Giftschlangenkurs hinter uns hatten, gingen wir (Max, Sonia und ein befreundetes Pärchen) am Freitag zusammen in Hahndorf zum Abendessen aus – Gesprächsthemen: Schlangen, Lizards, Monitors.

21.08.
Es ist Samstag! Was heißt, unser verlängertes Wochenende in Victor Harbor beginnt heute! Und das Wetter ist super – die Sonne scheint und es ist warm. Also schnell Sachen gepackt und erstmal zum Zouk-Training. Während ich auf Johan wartete, der noch Level 3 Zouk-Unterricht gab, setzte ich mich mit meinem Laptop nach draußen in die Sonne und schrieb ein wenig an meinem Buch… Dann hatten alle Lehrer noch Bachata-training für die nächste Competition. Ich schaute dabei zu und als sie Hebelfiguren übten, fragten sie mich, ob ich es auch mal probieren wollte. Ich musste quasi mit einem Backflip auf die Schulter des Tanzpartners, wobei ich ausgestreckt auf meiner Seite landen sollte! Die Figur sah ziemlich kompliziert aus, dennoch schaffte ich es gleich beim ersten Mal!

Gegen 17 Uhr ging es endlich los nach Victor Harbor und 1,5 Stunden später erreichten wir auch schon unsere Unterkunft „Close Encounter“. John, der Besitzer, Empfang uns sofort herzlich und führte uns herum. Das Haus war liebevoll eingerichtet, mit Schokoherzen und Kerzen überall verteilt und Schokoerdbeeren, Wein, Sekt und Käseplatte im Kühlschrank. Von der Terrasse hatten wir einen super Ausblick auf Felder, Victor Harbor und auf’s Meer. Im Badezimmer erwartete uns ein großer Whirlpool und eine große Dusche. Blumenbeete vor und hinterm Haus, waren ein weiterer Job von John und Nell (sie verkaufen Blumen in Sydney auf dem Markt).
Nachdem wir uns kurz eingerichtet hatten, gingen wir zum „Stingrays Cafe“ zum Abendessen (Steak für Johan und für mich Fisch Garfish und Whiting). Da das Restaurant ausgebucht war, war es so laut, dass wir es nicht sehr lang dort ausgehalten haben und zurück zum Haus sind, um ein entspanntes Bad im Whirlpool im Kerzenschein zu nehmen.

22.08.
Sonntagmorgen weckte uns dann der Sonnenschein, sodass wir beschlossen, auf der Terrasse zu frühstücken. Dann fuhren wir nach Victor Harbor in die Stadt zum „Victor Harbor Country Market“, wo wir ein paar Blumen für Johan’s Garten und eine Handtasche und ein Portemonnaie für mich kauften. Nach einem gemütlichen Spaziergang durch die Stadt, ging es nach Granite Island, wo Seelöwen neben uns im Meer badeten und wir bei der Fütterung von Pinguinen zusahen. Pinguine werden gerettet, aufgepeppt und dann wieder freigelassen. Kommt einer zurück, darf er im Pinguine Center bleiben. Bob – ein Pinguine – hat Dementia und vergisst meist, welches Loch sein Haus ist. Dann steht er vor zwei Eingängen und schaut von rechts nach links und von links nach rechts und kann sich nicht erinnern…
Als die Sonne langsam unter ging, beschlossen wir, nach „The Bluff“ zu fahren, um zu Angeln. Wir besorgten ein paar Köder (Squid’s), eine Angel hatten wir sowieso dabei und dann versuchten wir unser Glück – erfolglos! Dafür genossen wir den Sonnenuntergang bevor es zurück zum Ferienhaus ging.
Zu Haus angekommen, ließen wir den Whirlpool volllaufen, zündeten Kerzen an, Schokoerdbeeren und Champagner aus’m Kühlschrank… So lässt es sich leben und entspannen! Zum Abendessen genossen wir dann die Käse-Kracker-Platte.

23.08.
Montagmorgen wurde ich dann mit einem Frühstück im Bett überrascht – Muesli, Toast, Eier, Tomaten, Orangensaft und Kaffee. John kam noch einmal herüber, um mir einen Blumenstrauß aus dem eigenen Garten zu bringen. Woraufhin wir beschlossen, uns im Garten mal umzuschauen. Neben diversen Blumenarten, besitzen John & Nell auch einen Gemüse- und Früchtegarten, aus dem John uns ein paar Zitronen vom Baum pflückte…
Dann ging es wieder zurück nach Adelaide, doch vorher stoppten wir noch bei der „Alexandrina Cheese Farm“ für eine Verkostung und eine Käseplatte zum Mittag.

Zurück in Adelaide ging ich dann zu meiner ersten Zumba Stunde - Tanzaerobic. Super anstrengend aber auch super spaßig. War aber auch nötig, nach diesem Wochenende voller Naschereien…!

Freitag, 20. August 2010

Ich bin ein Star...

Etwas zum Schmunzeln...

http://starwars.jibjab.com/view/zcmMTEDn8DeJslij?cmpid=sw_fb_friend

Dienstag, 17. August 2010

NEUE BILDER

Hab natürlich nicht nur meine Berichte aktualisiert, sondern auch meine Bilder!

Viel Spaß...

*huch* Ist mein letzter Eintrag echt schon 2 Monate her???

Ich habe lange nichts von mir hören lassen. Aber nicht, weil es mir nicht gut geht oder es nichts neues mehr zu erzählen gibt…! Ganz im Gegenteil. Meine Tage haben hier leider auch nur 24 Stunden die ich mit so vielen neuen aufregenden Sachen füllen möchte, sodass ich in Zeitschwierigkeiten komme und das Schreiben leider komplett unter den Tisch fällt! Ich weiß, dass ich nun fast zwei Monate nachholen müsste. Um aus meinen Berichten aber keinen ellenlangen Bericht zu machen, habe ich die Zeit in (hoffentlich dennoch spannende) Bereiche Zusammen gefasst…

Wetter:
Ich habe gehört, dass euer Sommer super warm und sonnig ist. Werde ich ja gleich ein wenig neidisch (würde dennoch nicht tauschen wollen)! ;o) Unser Winter – im Vergleich zum deutschen Winter – ist super! Keine Minusgrade, kein Schnee oder Schneeregen, kein Glatteis oder zugefrorene Autoscheiben… HERLICH!!! Die Temperaturen bewegen sich meist so um die 4°C nachts und 13°C tagsüber. Dennoch gibt es vereinzelt Tage / Nächte, die sich dann um die 25°C / 10°C bewegen, sobald der Himmel wolkenlos und sonnig ist. Leider ist das aber nur die Seltenheit und meist ist es sehr windig. Seit Juli haben wir starke Stürme, Unmengen Regen und ständig Nebel. Einmal hat es sogar gehagelt – nur kurz. Das ist dann schon aufregend. Fast täglich haben wir Einsätze wegen umgefallener Bäume oder zur Zeit sogar Überschwemmungen! Am 28.07. - als Sonia und ich geschäftlich in die Stadt mussten – war es so neblig, dass wir vorübergehend eine Sicht unter 50 Metern hatten. Jeder kroch über den Freeway (Autobahn). Irgendwie unheimlich, dennoch schön!

CFS – Country Fire Service:
Ich habe jetzt die Bilder vom Burn-off vom 05.07. in Meadows bekommen. Habe ein paar natürlich auch gleich online gestellt. Wildfeuer werden im Sommer vermutlich mein fast alltäglicher Einsatz sein.
Im Juli. hatten wir dann einen Hausbrandeinsatz. Ein Einfamilienhaus brannte komplett nieder – Hilfe kam zu spät, aber niemand wurde verletzt. Verdacht auf Brandstiftung, das Feuer entflammte wieder und wieder, nachdem wir es löschten. Vier Stunden stand ich draußen im Regen und Kälte, dann war ich so durchgefroren, dass ich nach Haus ging. Einige Kameraden blieben die halbe Nacht draußen.

Mein Arbeitsleben:
Im Juni hatten wir einen neuen Volontär, Gino aus Amsterdam, für etwa 15 Tage bei uns, der allerdings Probleme damit hatte, in einer Familie zu leben und Aufgaben entgegen zu nehmen (super praktisch, wenn man Wwoofing macht *kopfschüttel*). Am Ende, versuchte er sogar meinen Stecker-Adapter zu stehlen… Dann kam Emilia (französich) für eine Woche zu uns. Sie war super nett und half wo sie nur konnte. Dennoch gönnten wir (Sonia und ich) uns danach eine Erholungspause von Volontären, bis im August Gopal aus Frankreich zu uns kam. Gopal ist sehr jung, versteht kaum Englisch, sagt uns aber immer, er würde uns verstehen. Daher klappt die Arbeit natürlich nicht so gut. Außerdem ist er so Reptilienbegeistert, dass er sich schon am ersten Tag beschwert hatte, dass er so wenig mit den Reptilien arbeitet. Eigentlich erschwert er unsere Arbeit nur, aber Sonia hat einfach ein zu gutes Herz, um ihn nach Haus zu schicken…!
Ende Juli hab ich dann meinen Advanced (erweiterten) Venomous Snake Course machen können, in dem mir das Tailing und die erweiterte Erste-Hilfe-Fertigkeit (Herzdruckmassage, Defibrilator) zertificiert wird.
In letzter Zeit habe ich auch viel in der Wilderness Lodge gearbeitet – also zwei Jobs zur gleichen Zeit. Ende Juni hatten wir eine Schulklasse mit rund 40 Kindern in der Lodge, die den Programmpunkt „Rope Course“ (Seilgarten) gebucht hatten, der die Teamfähigkeit fördern soll. Diesen Kurs habe ich dann mit den Kids gemacht. Der Seilgarten ist dem Hochseilgarten in Deutschland ähnlich, davon abgesehen, dass unser Seilgarten nicht sehr hoch ist – etwa einen Meter über den Boden (ist ja auch für Kinder gedacht). Die Schulklasse hat außerdem den Programmpunkt „Tiere Australiens“ gebucht, wofür Adrian mit rund 15 verschiedenen einheimischen Tieren zur Lodge kommt. Adrian hat ein Unternehmen namens „Animal Anonymous“ - "Unbekannte Tiere" und bringt diverse australische Tiere zu Geburtstagsfeiern oder Schulklassen, um den Kindern schon längst vergessene Tiere wieder näher zu bringen (die meisten sind vom Aussterben bedroht). Nachdem er in der Lodge war, kam er bei uns noch mal vorbei, um zu berichten, dass alles super gelaufen ist und meinte dann, ob wir nicht einen Blick auf seine Tiere werfen wollten. Klar wollten wir!!! U. a. zeigte er uns einen Vogel namens “Tawny Frogmouth”, ein „Bettong“ Kangaroo und ein „Flying Squirrel“. Natürlich durften wir sie auch anfassen, streicheln, halten und „fliegen“ lassen. Adrian meinte, normalerweise hat er auch immer ein kleines Krokodil dabei. Ein Krokodil zum Anfassen? Immer her damit! ;o) Also fragte ich, wo es sei, leider hatte er es diesmal nicht dabei. Aber, sollte ich ein Foto mit mir und dem Krokodil auf meinem Arm haben wollen, sollte ich ihn einfach anrufen…
Im August hatte sich dann wieder eine Schulklasse mit rund 45 Kindern eingebucht. Was für mich hieß, Reinigen bevor und danach und Frühstück und Abendbrot vorbereiten. Die Schule war von Melbourne und ist für Deutsche Schüler ausgerichtet. Von Zeit zu Zeit sprachen sie also Deutsch, vor allem, wenn wir nicht hören sollten, was sie reden. Da mich aber keiner gefragt hatte, wo ich her komme, fand ich es für nicht wichtig, ihnen zu sagen, dass ich sie verstehe. Nachdem ich also Privatgespräche und Beschwerden hören konnte, kam ich mit einer Lehrerin (die ursprünglich aus der Schweiz kommt) ins Gespräch und sie fragte mich dann, wo ich eigentlich herkomme. Als ich meinte „Ich? Ich komme aus Deutschland!“ meinte sie auf Englisch “So, du konntest also alles verstehen, was wir die letzten Tage gesagt haben?!” – „Ja, konnte ich!“ antwortete ich und ihre Gesichtszüge entgleisten, sie drehte sich um und dann ging sie einfach weg… Ich wette, sie war am überlegen, was sie die letzten Tage verheerendes gesagt haben!!! lol Als Eliza und ich dann nach deren Abreise die Unterkünfte etc. reinigten, standen plötzlich zwei Frauen (Moslems, vermummt) vor mir und mein erster Gedanke war „Oh nein! Ich will nicht über Gott reden!“ Ich musste dann allerdings über mich selbst lachen, als sie mir dann erklärten, dass sie die Lodge gerne im Dezember buchen und sie sich dafür vorher gerne ansehen wollten. Uups… *lach

Mein Tanzleben:
Mein Geburtstag viel auf den Salsa-Mittwoch. Also ab zum Unterricht, den ich auf Grund meines Geburtstages gratis bekam. Während ich im Level 2 Anfängerkurs trainierte, kam Kari (meine Tanzlehrerin) zu mir und meinte „Du weißt schon, dass du nicht ewig hier im Level 2 bleiben brauchst?! Du kannst ins nächste Level aufsteigen, wann immer du willst! Nächstes mal oder heute, wie du willst?! Du tanzt super gut!“ Also trainierte ich noch den Selben Abend im Level 3 „Intermediate“ (Fortgeschritten) bei Kari und Johan - natürlich auch gratis. Danach ging es dann wie immer in den Club Caledonian, wo es Geburtstagstradition ist, mit jedem Mann im Raum während einem Song zu tanzen. Als die ersten Bachata-Klänge ertönten, versammelten sich alle Männer im Kreis um mich herum und dann ging es von einem zum Anderen. Prinzessin sein für drei Minuten… ;o) Gegen 23 Uhr überraschte uns LDN mit einem Neo-Bachata-Workshop, was die Partystimmung erhöhte. Nach der Caledonian-Party, geht es jetzt immer in die Nacht-Bäckerei, die 24 Stunden geöffnet hat – die haben sogar Berliner!!! YUMMY!
Anfang Juli half ich dann mit, das neue Studio herzurichten (2 Tanzsähle, Bühne, 3 Beamer, 3 Leinwände, Bar, Rezeption, …), bevor dann am 17.07. die große Eröffnungsparty mit diversen Workshops stattfand. Ich nahm natürlich an allen teil! Angefangen 11 Uhr mit Bachata, dann Zumba, Zouk und Samba de Gaffeira, was gegen 16 Uhr endete. Danach noch ein paar Vorbereitungen für die große Party, die 19:30 Uhr mit diversen Shows und Guest-Instructors aus Sydney (LatinDanceAcademy) begann. Getanzt wurde pausenlos bis spät in die Nacht – oder sollte ich besser sagen, bis früh in den Morgen? *lol Als alle Gäste gegen 4:30 Uhr gegangen waren, schlossen die Jungs eine Playstation3 an den Beamer an und spielten erst „Streetfighter“ dann „Singstar“ auf der riesigen Leinwand. Gegen 5 Uhr morgens schleppte ich mich dann Richtung Bett – 2 meiner Zehen waren zu dem Zeitpunkt schon taub!
Den nächsten Tag (Sonntag) verbrachte ich dann mit den Freunden von LDN und LDA Sydney in Sam’s und Sarantos’ (Gründer von LDN) Haus – das Wohnzimmer wurde in eine Kissen- /Matratzenhöhle umgewandelt, in der wir gemütlich ein paar Filme schauten. Das Wetter war genau richtig – Regen, Regen, Regen (Armageddonartiger Regen)!!!
Ende Juli schmissen wir (LDN-Freunde) dann eine Geburtstagsüberraschungsparty für Kari (meine Tanzlehrerin), die übrigens Vegetarierin ist. „Na toll!“ dachte ich. “Eine Gemüse-Party!” Überraschenderweise, gab es super leckeres vegetarisches (nicht nur aus Gemüsebestehendes) Essen! :o) Der Abend wurde erwartungsgemäß sehr spät und da Danielle (Strength and Stretching Workout – Trainer) am nächsten Morgen ein Workout gab, beschlossen wir alle, „mitgehangen, mitgefangen!“ und standen alle beizeiten auf, um daran teilzunehmen. *Omgh!* Das Workout erinnerte mich stark an mein damaliges Training, als ich noch tanzte und war noch immer sehr leicht für mich – obwohl es schon rund 10 Jahre her ist, dass ich mit dem Tanzen und demzufolge mit dem Training aufgehört habe. Alle Anderen (auch die langjährigen Tanzlehrer) keuchten und schwitzten bei den Übungen, ich verzog keine Miene! Am Ende meinten sie, ich sei eine Maschine! *lol
Da mir das Tanzen wieder so viel Spaß macht - ich würde es wahnsinnig toll finden, wenn ich als Instructor (Tanzlehrer) nebenbei arbeiten könnte – versuche ich mich immer mehr ins LDN-Geschehen mit einzubringen! Am 04.08. half ich dann zum ersten Mal sogar aus. Johan gab eine Privatstunde Zouk und vergaß zu zeigen, wir man aus einem Move wieder herauskommt. Wir feierten gerade im Caledonian, als Johan darauf hingewiesen wurde. Johan und sein Tanzschüler wollten gerade den Club verlassen, um draußen zu üben, als Johan mich bat, ihm zu assistieren! Ich muss anmerken, dass ich zu dem Zeitpunkt - abgesehen von ein bis zwei Workshops - noch keine Zouk-Tanzstunde hatte…! Basisschritte, Korridor und Drehungen habe ich dennoch bereits drauf und während wir draußen üben und ich dem Schüler erkläre, was er falsch macht und wie es sein sollte, beschloss Johan mich das Training machen zu lassen und verschwand für Getränke im Club. :o) Drei Tage später nahm ich dann meine erste Tanzstunde Zouk – natürlich startete ich mit Level 2. *lol
Am 13.08. half ich dann bei einer Bachata-Tanzstunde aus – natürlich nahm ich zuvor auch noch nie eine Bachata-Stunde! Kari gibt im Community-Center als Guest-Instructor „Beginner’s Bachata“-Unterricht. Zur Zeit hat sie aber ne richtig böse Mandelentzündung, also sollte Johan sie ersetzen. Ich bot ihm meine Hilfe an, die er dankend annahm. Da ich auch hier die wichtigsten Grundschritte und Drehungen kenne, war das auch kein Problem. Die meisten Leute kannten mich eh nicht und haben vermutlich auch noch nie getanzt – die hielten mich wirklich für einen professionellen Tanzlehrer. Da Johan die ganze Sache nicht so ernst nahm (ist eher ne Fun-Tanzstunde), nutzte ich die Gelegenheit, den Schülern die Tanzschritte genauer beizubringen. Ein paar bekannte Gesichter vom Salsa waren da, die schmunzelten, da sie wussten, dass ich selber noch nie Bachata-Unterricht genommen hatte und nun Unterricht gab…!

Sonstiges:
Seit ich hier bin, probiere ich einige unterschiedliche Gerichte aus. Meist selbstgekocht (mit Hilfe von Freunden) oder wir gehen aus. Im Juli war ich dann zum Mongolian BBQ, wo man aus diversem frischen Gemüse und gefrorenem Fleisch auswählt, alles in eine Schüssel gibt und dann damit zur großen Grillplatte in der Mitte des Raumes geht, wo zwei Köche alles vor einem zubereiten. Yummy…!
Am 03.07. (Samstag) backten wir gegen Mitternacht Kekse und am Sonntag gab es dann Pancakes mit Früchten und Eis zum Frühstück, bevor ich mit Johan durch den Botanischen Garten von Adelaide spazierte. Dort ist u. a. so eine Art tropisches Gewächshaus aufgebaut mit – natürlich – tropischen Bäumen und tropischen Tieren. U. a. einem Insekt namens „Giant Rainforest Mantid“, welches ich mir eventuell demnächst als Haustier zulegen werde. Dieses niedliche grüne Tierchen hat sich aus nur einem Grund in mein Herz geschlichen… Das Weibchen beginnt manchmal das Männchen während des Geschlechtsverkehres aufzufressen (Kopf zuerst), wobei das Männchen sich aber nicht unterbrechen lässt und weitermacht, da das Gehirn nicht nur im Kopf, sondern in den Zellen im ganzen Körper verteilt ist… Wahnsinn!!!
Am 06.07. fuhr ich dann für eine Nacht mit zu Eliza (gute Freundin von Sonia und mir, hilft uns von Zeit zu Zeit mit den Reptilien aus), um mal ein wenig Abwechslung zu bekommen. Eliza züchtet Vögel, die wir dann am Abend alle noch füttern mussten, wobei wir dann ein „Lovebird“-Baby im Nest fanden (die Zeit ist eigentlich schon längst vorbei – viel zu kalt – dennoch hat der kleine Racker das kalte Wetter überlebt). Echt süßer Fratz. Dann ging es noch schnell zu ihren Pferden, wo mir Eliza dann ein Go-Paka zeigte. Ihr braucht nicht googlen, das wurde noch nicht zuvor entdeckt. Ist eine Ziege (englisch Goat), welche glaubt, ein Alpaka zu sein – es ist vom Ziegenstall ausgebüchst, um mit den Alpakas zu leben und rennt sogar wie ein Alpaka. *lol
Da ich hier immer auf den Wagen von Max und Sonia angewiesen bin, hab ich mich dazu entschieden, nach einem kleinen eigenen Wagen für mich Ausschau zu halten. Nachdem ich Brooke bat, mir dabei zu helfen, schauten wir nur kurz auf einer Internetseite nach und wurden bereits nach 5 Minuten fündig. Ein weißer Hyundai Excel Sprinter für nur 800 AUS$ lachte uns an (Marktwert 2.500 AUS$). Den Typen angerufen, einen Termin vereinbart, einen Tag später in Adelaide den Wagen angesehen, auf 600 AUS$ runtergehandelt und gekauft!!! *hahaha* Ich muss dazu sagen, dass ich den Wagen auch noch von einem Deutschen Backpacker abgekauft habe, der nur ein halbes Jahr zuvor für den Wagen 2.500 AUS$ bezahlt hat! Der Wagen ist okay, nichts kaputt, fährt einwandfrei…! Bin nun also seit dem 07.07. wieder mobil.
An einem milden Juliabend hatte ich dann die glorreiche Idee, mit Johan am Torrens Fluss entlang zu spazieren. Ich erinnerte mich an den Melbourne Fluss, der belebt und wunderschön war. Der Adelaide Torrens Fluß ist es nicht. Nur wenige Lampen beleuchteten die Uferpromenade, alle Häuser waren zum Fluss hin nicht wirklich beleuchtet und Restaurants gab es keine. Die Uferpromenade war wie ausgestorben – bis auf die wenigen unheimlichen Gestalten, die sich unter der Brücke bzw. im Dunkeln zwischen den Bäumen aufhielten. Unsere Schrittgeschwindigkeit verdoppelte sich dann natürlich und wie ihr seht, hab ich den Spaziergang überlebt…!
Am sonnigen Sonntag (11.07.) ging es dann in den Monarto Zoo, der wie der Safari Park in Bremen aufgebaut ist. Man steigt in einen Bus (es gibt auch Wanderwege von Gehege zu Gehege) und fährt durch die Gehege. Der Zoo ist riesig und wirkt daher sehr natürlich. Wir konnten bei einigen Fütterungen zusehen und hatten sogar die Möglichkeit, ein Nashorn zu streicheln. Die Haut ist so hart und rau – Wahnsinn!
Am 24. und 25.07. half ich dann Nick bei der Avcon – Anime and Video Game Convention - aus. Nick verkauft allen möglichen Kram zu TV-Serien, wie Twilight, Buffy, Doctor Who, Startreck, usw. Die meisten Gäste der Avcon sind dementsprechend verkleidet. Ich war in normalem Rock bzw. am zweiten Tag Kleid gekleidet und hatte Boots an und wurde immer wieder gefragt, ob ich als die Frau von Galaxy verkleidet sei! Einige wollten sogar ein Foto mit mir haben…! Nach der AVcon ging es dann mit Nick und ein paar Freunden zum Abendessen und dann ins Kino „Inception“ ansehen. (Filmtipp: sehenswert)
Ende Juli hab ich mich dann dazu überreden lassen, mit Johan und seinen „Boardgame“-Freunden ein paar Brett-/Kartenspiele zu spielen. „Boardgames“ werden Spiele bezeichnet, die Rollenspiele beinhalten. Also nicht einfach MauMau oder MenschÄrgereDichNicht, sondern Spiele wie „SpaceAlert“ oder „FamilyBusiness“, bei denen man eine bestimmte Rolle spielt wie, Captain eines Raumschiffes oder Mafiaboss. Eigentlich halte ich nicht viel von solchen Spielen, dennoch habe ich mich schnell eingespielt und sogar Spaß dran gefunden. Der Spieleabend (von 18 Uhr) endete erst 3 Uhr morgens… Seitdem war ich nun bei zwei weiteren Boardgame-partys dabei – ich glaub, ich werde noch zum „nerd“ (Sonderling). *lol*
Am 06.08. wurde ich dann von Johan in Anzughose und Fliege an seiner Haustür überrascht. „Ich bin heute dein Service!“ meinte er und ließ mich rein. Drin überraschte er mich dann mit einem selbstgekochten Abendessen, danach ließ er mir ein heißes Bad ein (mein erstes Bad seit fast einem Jahr – nicht falsch verstehen, ich hab sonst immer geduscht…!) in dem ich dann mit Entspannungsmusik und Rotwein relaxen konnte. Als ich Johan danach dann im Schlafzimmer auffand, hatte er es quasi in einen Massagesalon umgewandelt – Handtuch auf dem Bett, warmes Massageöl auf dem Tisch und Massagemusik dudelte im Hintergrund. So relaxt war ich schon seit Wochen nicht mehr. Das alles hat er für mich gemacht, da ich von den zwei Jobs (ich berichtete bereits) so müde und ausgelaugt war. Außerdem schlug er noch vor, in zwei Wochen zusammen für ein verlängertes Wochenende nach Victor Harbour zu fahren. Also schauten wir im Internet nach einem gemütlichen Hotel – mit Wellnessbereich / Whirlpool natürlich – und buchten uns für den 21. bis 23.08 ein. *freu*
Vor einer Woche war ich dann zum ersten mal in einem OP-Shop (Opportunity „Möglichkeiten“ Shop) und kaufte 3 Tops für 8 AUS$ (rund 5 Eur). Das ist so eine Art Second-Hand-Shop mit alten aber auch neuen Kleidungsstücken für wenig Geld. Und dort einzukaufen, ist total In. Es gibt sogar OP-Shop-Touren…!
Hier in Australien gibt’s einen Vogel namens Magpie, der so riesig ist, dass der Flügelschlag mächtig klingt – wie in den Filmen mit Drachen. Schließt man die Augen, könnte man fast glauben, ein Drache kommt angeflogen. *lol*
Am 10.08. traf ich mich dann mit Adrian von Animals Anonymous, um mir seine Tiere anzusehen. U. a. hat er zwei Baby-Krokodile (etwa 1 Jahr alt), 1 Blue-Tongue Lizard, 1 Leaf-tailed Gecko, 2 riesige Huntsman-Spiders, … Da die Sonne schien, gingen wir mit dem einen Krokodil in die Warrawong Sanctuary (Schutzgebiet) in Mylor. Dort trafen wir auf u. a. Kangaroos und Wallabies, die sich streicheln lassen. Mit Adrian werde ich vermutlich auch demnächst mehr zu tun haben. Er sucht noch Leute, die bei seinen Tiershows aushelfen! Gute Gelegenheit den Australischen Tieren noch näher zu kommen…!

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