Freitag, 19. August 2011

2011-08 Tiershows in den Flinders Ranges

Am Freitag den 15.07.2011 hatte ich mal wieder frei. Genau zum richtigen Zeitpunkt – es war herrlich sonnig und die Voegel zwitscherten. Als ich mich am Morgen an den PC setzte, um wieder mal an meinem Visa Antrag zu arbeiten, fand ich einen Brief von Johan auf dem Tisch. Darin bat er mich, dass ich gegen 19 Uhr in einem Ausgehkleid gekleidet, zu Haus auf ihn warten sollte. Er wollte mich gern nett ausfuehren. Was fuer eine Ueberraschung. Also ging ich erstmal neue Sachen einkaufen… ;o)

Ich nahm ben Bus in die Stadt, da man nie leicht einen Parkplatz findet. Der Busfahrer war so freundlich und half mir dann, an der richtigen Haltestelle auszusteigen. Dann machte er noch sicher, dass ich wusste, wo ich den Bus zurueck nach Haus finde.

Dann machte ich mich auf den Weg zum deutschen Consulat, da ich noch einige Papiere fuer mein Visa beantragen musste. Kaum hatte ich den winzigen Raum betreten, hoerte ich nur noch deutsche Stimmen. Vermutlich lag es nur an der Frau hinterm Tresen und dem Mann in der Reihe vor mir, aber als sie beide deutsch sprachen, klang das so fremd und komisch, ich musste mir das Lachen verkneifen. Sie klangen, als haetten beide nen Stock im Hintern, mit ihrem „Sie“ und „das waere sehr freundlich von Ihnen“ – Hochdeutsch. Dann war ich an der Reihe. Sie bat mich meine derzeitig Adresse hier in AUS zu buchstabieren... Uhhm. Irgendwie hatten wir beide damit Probleme. Ich musste lange ueberlegen und sie verstand mich nicht richtig. Also dann doch in englisch. lol

Am Abend machte ich mich dann fertig fuer die Ueberraschung. Und als Johan von der Arbeit nach Haus kam, war er schon fix und fertig im Anzug und Schlips gekleidet. Dann warteten wir. Und ich dachte, dass er vermutlich einen Tisch fuer spaeter bestellt hatte und wir nun darauf warten mussten. Doch dann fuhr ploetzlich ein Wagen vor – unser eigener Choffeur. Er stieg aus, oeffnete uns die Tuer und fuhr uns dann durch die Gegend. Da ich noch nicht wusste, wo es hin geht, versuchte ich zu raten. Erst fuhr er in Richtung Strand und ich dachte, „Okay ein Strandrestaurant – wie schoen.“ Dann bog er ab und fuhr in die Stadt und ich dachte, „Okay vermutlich Gouger Street.“ Eine Strasse mit vielen Restaurants. Doch dann bog er wieder ab und fuhr zurueck in Richtung Haus. Beide machten sich einen Spass daraus, dass ich nicht wusste, wohin es ging. Als wir fast McDonalds auf dem Weg nach Haus erreicht hatten, sagten sie, „Wir fahren in den McDrive!“ Doch dann bog er erneut ab und fuhr zurueck Richtung Stadt. Wir hielten am Restaurant „Assaggio Ristorante“ einem sehr feinen italienischem Restaurant. Wir wurden mit einer Flasche Champagne begruesst und genossen dann ein 3-Gaenge-Menue. Nach einem kurzen Spaziergang, holte uns unser Choffeur wieder ab und brachte uns nach Haus.Was fuer eine fantastische Ueberraschung!

Die Naechte momentan sind hier ziemlich kuehl. Als ich am Samstag als Vertretung fuer eine Kollegin zur Arbeit fahren wollte, war Eis an meinen Autoscheiben. Zum Glueck brauchte ich nicht kratzen.

Am Mittwoch, den 20.07.11 hatte ich wieder Salsa-training. Diesmal arbeiteten wir wieder an unseren Drehungen und nachdem wir uns aufgewaermt hatten, habe ich unglaubliche 5 Drehungen geschafft – das Ganze sogar passend zur Musik.

Am Donnerstag, den 21.07.11 ging ich dann mit meinen Kolleginnen zur Oper „La Sonnambula“ (Die Schlafwandlerin) schauen. Den Abend haben wir dann mit einem Glas Champus begonnen. Das Stueck wurde in italienisch gesungen, zum Verstaendnis blendeten sie ueber der Buehne das Gesungene in Englisch ein. Im Grossen und Ganzen war es ein schoener Abend, obwohl mich das Gesinge im zweiten Akt dann doch schon ganz schoen genervt hat. :o)

Am naechsten Donnerstag, 28.07.11 war dann Zumba mega party - 1.5 Stunden durchgaengig und ausgiebig bewegen. War super spassig, dafuer tat mir danach tagelang alles weh.

Am Freitag, 29.07.11, hatte ich dann meinen medizinischen Test fuer mein Visa in der Stadt. „Bewegen Sie mal den Arm so...“ und „Drehen Sie mal den Oberkoerper so...“ und „machen Sie mal eine Kniebeuge.“ Oh gott, wirklich? Nach meiner gestrigen Zumba party konnte ich mich schon so kaum normal bewegen und nun sollte ich auch noch mit einem Laecheln im Gesicht eine Kniebeuge machen?! „Autsch!“
Danach setzte ich mich in ein Café in der Stadt und genoss Eier, Speck und Tomaten zum Fruehstueck bevor ich mich mit einer Freundin zum Geschenkshopping traf. Heute Abend ist Kari’s Geburtstagsfeier – lecker Curries warten auf uns.

Am Samstag, 30.07.11, veranstalteten wir im Tanzstudio eine „Xmas im Juli“-Party. Mit Weihnachtsbaum, Weihnachtsdekor, Tanzworkshops und BBQ bei sonnigem Wetter.

Anfang August ueberredete ich eine Kollegin dazu, Tanzstunden in unserem Tanzstudio zu nehmen. Nun kommt sie regelmaessig. Am ersten Sonntag im August – SunsetSalsaParty am Henley Beach – kamen dann sogar zwei Kolleginnen zum Zuschauen.

Am ersten Wochenende im August hatten wir wieder zwei Tage Zouk Training – 4 – 6 Stunden pro Tag. Dann ueberraschte mich Johan mit einer Hotelzimmerreservierung im Stamford Plaza Hotel in Adelaide – AutoParkservice, Pool, Whirlpool, Sauna auf dem Dach und Whirlpool im Zimmer, Zimmerservice fuer’s Abendessen und Fruehstuecksbuffett am Morgen. Der Wellnessbereich war leer, also hatten wir alles fuer uns allein. Der Zimmerservice war super und auch das Fruehstuecksbuffett war reichhaltig. Rundum sehr entspannender Aufenthalt.

Dann war ich vom 16. – 18.08.11 in den Flinders Ranges. Adrian (Animals Anonymous), mit dem ich vor einigen Monaten noch zusammen arbeitete, Kinder ueber australische Tiere zu unterrichten, hat mich zu einer drei-Tage-Tour eingeladen. Also ging es am Dienstag gegen Mittag los – rund 3 Stunden fahrt – bis Mambray Creek, wo wir unser Quartier im Naturschutz Park aufschlugen. Inmitten des Park’s ist ein Campingplatz mit kleinen Holzhuetten – Doppelstockbett, Essecke und Kueche – zwei Schritte getan, ist man schon durchs ganze Haus gelaufen. Dennoch war es gemuetlich. Die Tiere (Adrian bringt seine eigenen Tiere zu den shows mit) in die Huette verfrachtet, machten wir uns auf zu einem kleinen Marsch durch den Park. Es regnete leicht, aber davon liessen wir uns nicht abschrecken. Unseren Weg kreuzten Euro’s und Western Grey Kangaroos, Voegel flogen singend von einem Baum zum Anderen und wir sahen sogar ein Kangaroo mit einem baby im Beutel. Wir liefen bis zu einem sehr felsigen Gebiet, wo sich Yellow-footed rock-wallabies aufhalten sollten. Leider ohne erfolg. Da es langsam Dunkel wurde, machten wir uns auf den Rueckweg. Mit Taschenlampe bewaffnet, versuchten wir dann mehr Tiere aufzufinden. Ueberall sahen wir Augen im Dunkeln aufleuchten. Ein junges Kangaroo sass nur einen Meter von uns entfernt und sah uns an. Ich hatte mich ganz schoen erschrocken. Hatte nicht erwartet etwas so nah aufzufinden. Doch sie zeigten kaum Angst und hopsten neben uns her. Dann zeigte mir Adrian, dass man im Dunkeln sogar Spinnen (wolf spider) mit der selben Methofe auffinden kann. Also hielt er die Tachenlampe neben seine Augen und blickte in die Ferne. Ich glaubte ihm kein Wort. Doch nur wenig spaeter zeigte er mir die erste Spinne und dann noch eine und noch eine. Also versuchte ich es und siehe da, auch ich fand einige Spinnen. Deren Augen leuchten gruenlich zurueck, wenn das Licht der Taschenlampe hineinfaellt.

Noch etwa 500 Meter zurueck zu legen, da fing es ploetzlich an sehr stark zu regnen und ein Gewitter naeherte sich. Das war ein fantastisches Phenomen. Der Blitz der durch die Baeume leuchtete und der Donner der durch den Wald zog. Wir erreichten unsere Huette gerade rechtzeitig, bevor das Gewitter ueber uns hinueberzog. Die halbe Nacht donnerte und blitzte es. Zum Abendessen liessen wir dann „Rupy“ das Bettong (aehnelt einem Kangaroo, hat aber die Groesse eines Hasen) aus der Box, so dass er ein wenig herum huepfen konnte. War sehr suess anzusehen.

Am Mittwoch standen wir dann gegen 7.30 Uhr auf (Solargeheizte Dusche mit Blick auf die Baeume draussen – man fuehlt sich, als nehme man eine Dusche draussen im Freien), versorgten die Tiere, fruehstueckten und fuhren dann zu den ersten zwei Kindergaerten fuer unsere Shows nach Port Pirie. Die Kinder liebten die Tiere – das Bettong, ein Velvet Gecko, ein water dragon, Mertens Wassermonitor, Krokodil, Babyschlangen, eine ausgewachsene rund 2m Schlange, ein GreenTree Frosch und ein Glider. Eine der shows war in einem Behinderten Center fuer Kinder. Dann im Sonnenschein zum Mittag in ein Cafe gesetzt, bevor es zu den naechsten zwei Kindergaerten ging. Zwischen den letzten beiden shows fing es dann ploetzlich an zu hageln – 5mm grosse Hagelstuecke fielen vom Himmel.

Nach unseren Shows, begaben wir uns auf zum ‘Sightseeing‘ und schauten uns eine Haiausstellung an. War allerdings nichts besonderes. Angeblich haben Fischer in Port Pirie vor einigen Jahren durch Zufall einen riesigen Hai gefangen und einen nachgebauten Hai stellen sie nun aus, mit allen erdenklichen Informationen dazu. $3 fuer 10 Minuten Informationen lesen und auf einen Fieberglashai zu schauen. Naja, wir hatten zumindest 15 Minuten rumgebracht... Dann besorgten wir uns indonesisches Abendessen zum mitnehmen und beschlossen fuer einen Spaziergang zum Telowie Gorge Naturschutz Park zu fahren. Wieder versuchten wir yellow-footed rock-wallabies aufzuspueren und erneut ohne Erfolg. Dafuer sahen und hoerten wir eine Vielfalt von Voegeln. Als es Dark wurde, machten wir uns auf dem Rueckweg. Kaum im Auto angekommen, fing es erneut an zu regnen. Die Wege im Park warnten, dass sie nur bei trockenem Wetter befahren werden sollten. Zum Glueck waren wir im Gelaendewagen unterwegs, ansonsten waeren wir dort gestrandet.

Am Donnerstag standen wir gegen 8.30 Uhr auf, da wir noch 2 weitere Kindergaerten in Port Pirie besuchen wollten. Port Pirie ist die Stadt mit den schrecklichsten Strassenbezeichnungen ueberhaupt. Strassenschilder gibt es kaum oder zeigen in die falsche Richtung. Wir fuhren jedes mal 15 Minuten im Kreis, bevor wir die richtige Schule fanden. Nach der letzten Veranstaltung kam ploetzlich einer der kleinen Jungs (rund 4-5Jahre) zu mir und umarmte mich als Dankeschoen – das war so suess. Dann machten wir uns auf den rund 3-Stunden-Rueckweg.

Dienstag, 12. Juli 2011

Neue Fotogallerie

Am Wochenende habe ich erschreckenderweise festgestellt, dass meine online Fotogallerie mir nicht mehr ermoeglicht, Bilder so einfach hochzuladen. Daher habe ich nun ein neues Program ausgewaehlt. Um meine Bilder nun ansehen zu koennen, ist ein Passwort erforderlich. Schick mir eine Email an farawaydown@web.de und ich sende euch das Passwort.

Montag, 20. Juni 2011

2011-06 mein neues Hobby und mein Geburtstag...

18.06.2011
Heute Abend waren wir zum 30ten Geburtstag von unserem Freund Simon eingeladen. Simon's Familie ist urspruenglich deutsch, daher gab's deutsche Gerichte - unter anderem Schwein am Spiess! Lecker.
Zur Unterhaltung sangen wir Karaoke, tranken Feuerzangenbowle und schauten uns eine Feuershow an. Bilder sprechen fuer sich...

19.06.2011
Gegen 3 Uhr morgens ging's dann ins Bett und nach 4.5 Stunden schlaf, machten wir uns auf dem Weg zur Glenelg Tauchschule fuer unsere Tauch-SchnupperStunde. Nach einer kurzen Einfuehrung, ging es zum Pool. Rein in die Schwimmsachen und die Flaschen auf den Ruecken geschnallt. Das erste Mal unter Wasser, war schon irgendwie ungewoehnlich und laut! So viele kleine Luftblaeschen schwirrten um meinen Kopf herum. Wir gingen einige Basissituationen unter Wasser durch – Wasser in der Taucherbrille, Mundstueck verloren, keine Luft mehr zur Verfuegung. Leichte Panik kam dann schon auf, als wir trainierten, was zu tun ist, wenn man keine Luft mehr zur Verfuegung hat. Dennoch hat mir das Ganze sehr gut gefallen und als wir zum Ende hin allein im 3m tiefen Pool herum tauchen durften, stand für mich fest, dass ich meinen Tauchschein auf jeden Fall machen moechte.

23.06.2011
Auf Arbeit haben mich meine Kollegen mit einem geschmueckten Aufenthaltsraum und einem Geburtstagskuchen ueberrascht.
Abends ging ich dann zum Salsatraining und danach in den Pub CALE, um zu tanzen – meinen Geburtstagstanz. Die ganze Zeit war ich bereit und wartete, das Sam meinen Tanz ansagte. Doch nichts geschah. Also nutzte ich die Gelegenheit und ging zur Toilette. Und natuerlich, waehrend ich so da sass, hoerte ich Sam meinen Geburtstagstanz ansagen, dann war kurz Stille und dann hoerte ich sie alle Lachen. Zurueck im Tanzsaal, empfang mich dann Sam lachend und sagte meinen Tanz erneut an.

25.06.2011
Meine Geburtstagsfeier hatte ich für heute Abend angesetzt. Seit gestern kochten Johan und ich bereits. Meine Feier hatte das Thema „Deutsch“, also gab es deutsche Musik, deutsche Kleidung und deutsche Gerichte – wie Gulasch, Kartoffelkloese, Sauerkraut, Rotkohl, Kartoffelauflauf, gefuellte Eier, Bratkartoffeln, Bouletten und Pudding. Deutsches Bier gab es natuerlich auch. Von Johan hab ich einen Gutschein für meine Tauchlizenz bekommen, Ohrringe, einen Ring, Schal von meinen Freundinnen und ein Waffeleisen inkl. Waffelteig von meinen Freunden. Da es abends angenehm warm war, zuendeten wir ein Feuer in der Feuerschale an und grillten Marshmallows. Als Geburtstagstorte habe ich einen riesiegen Apfel-Kaesekuchen bekommen. Super lecker.

09.07.2011
Heute habe ich mein Zouk-Performance Training begonnen. Wir sind etwa 7 Paare. Allan, der unseren Tanz choreographiert, ist extra aus Sydney angereist. Also trainierten wir 2 Tage lang. Am Samstag, neben 2 Stunden normalem Zouk-Unterricht, trainierten wir ueber 3 Stunden und am Sonntag erneute 3,5 Stunden. Nun bin ich ziemlich erschoepft, dazu kam noch, dass ich die letzten Tage nicht richtig schlafen konnte, da mir der Song, zu dem wir tanzen, ununterbrochen im Kopf herum schwirrte. Nichtsdestotrotz werde ich weiter trainieren – die Choreo ist der Wahnsinn – und dann in ein paar Monaten in Adelaide, Brisbane und Sydney auftreten.

In naechster Zeit, werden meine Eintraege vermutlich länger auf sich warten lassen. Neben der Arbeit und dem Tanztraining bin ich sehr mit der Vorbereitung meines Visaantrages beschaeftigt.

Freitag, 17. Juni 2011

2011-06 Jagen und Grillen

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Der australische Winter hat sich hier nun gaenzlich breit gemacht. Kurze Schauer, Wind und Wolken. Zum Glueck draengt sich die Sonne hier und da mal durch. Auch wenn ich Winter schreibe, ist es eher mit einem angenehmen deutschen Herbst zu vergleichen. Dennoch haben wir hier alle schon genug vom Wetter. Wenn man den ganzen Sommer ueber taeglich Sonnenschein hat, ist man ganz schoen verwoehnt.

Gestern (16.06.2011) gingen wir zu einem Schiessverein. Einer unserer Freunde hat Geburtstag und als Ueberraschung buchten wir ein Waffenpaket für uns alle – 2 Frauen, 4 Maenner. Nach einem Einleitungsvideo, fuehrten sie uns zur ’Indoor Range’. Nach einer kurzen Einleitung, wie man eine Waffe haelt, laedt, schiesst und entleert, gab man uns das Zeichen dafür, Ohrschuetzer und Brillen aufzusetzen.
Die erste Waffe, die wir auf die Zielscheibe abfeuern durften, war eine ’99mm Glock’ mit 30 Schuss. Also Waffe in die Hand, Magazin eingelegt und… erstmal gewartet, bis einer meiner Freunde schoss, damit ich auf die Lautstaerke vorbereitet bin, wenn ich selber schiesse. Dann erstes Magazin geleert, Magazin raus, neues rein und zweites Magazin geleert – 20 Schuss trafen die Zielscheibe, 2 davon gingen ins Bulls-Eye!!!
Die zweite Waffe war eine ’.45 Glock’ mit 10 Schuss. Nachdem ich auch das Magazin geleert hatte, musste ich feststellen, dass nur 5 Schuss ihren Weg in die Zielscheibe fanden.
Nummer drei, war ein ’.357 magnum Revolver’ mit 12 Schuss. Man warnte uns, die Finger nicht in die Naehe der Trommel zu halten, wenn wir die Waffe abfeuern. Spaeter sahen wir warum. Bei jedem Schuss kamen Flammen aus beiden Seiten der Trommel. Nachdem ich das erste Magazin leer geschossen hatte, schnell die Trommel wieder nachgefuellt (komisches Gefuehl, jede Patrone einzeln in die Trommel einzulegen) Obwohl ich bei jedem Abfeuern die Augen zu kniff – die Waffe hatte einen maechtigen Bums – fanden magischerweise alle Kugeln ihren Weg zur Zielscheibe und eine ging sogar ins Bulls-Eye!!!
Die letzte Waffe war ein ’.44 magnum Revolver’ mit 6 Schuss. Die Waffe war gross und schwer und sogar die Patronen schienen riesig. Ich hatte Schwierigkeiten, die Waffe waehrend des Schiessens in der Hand zu behalten, so maechtig war der Rueckstoss. Dennoch fanden 4 Kugeln ihren Weg ins Ziel, eine davon ins Bulls-Eye!!!
Als wir auf dem Weg waren, den Verein zu verlassen, drueckten sie uns einen Gutschein für 4 kostenfreie Schuesse mit einer shotgun (Schrotflinte) in die Hand. Das heisst dann wohl, wir kommen wieder… :o)

Danach gingen wir alle zusammen in ein Koreanisches Restaurant, in dem wir unser Fleisch selbst am Tisch grillten. Die Grillplatten sind in den Tisch eingebaut. Also bestellten wir verschiedene Fleischarten mit verschiedenen Beilagen und grillten alles gemuetlich am Tisch. Nachdem wir voll und zufrieden waren, kam der Kellner an unseren Tisch und brachte uns noch auf Kosten des Hauses Fleischrippchen. Soooo gut!

Samstag, 11. Juni 2011

2011-06 so'n Kaese...








19.05.2011
Heute war nun endlich Johan’s Citizenship (Staatsbuergerschaft) Zeremonie. Gegen 18 Uhr trafen wir uns mit ein paar guten Freunden. In der Stadthalle von Mitcham, versammelten sich einige Familien. Johan zelebrierte mit rund 20 anderen Einwanderern. Wir lauschten einigen Reden, dann wurde gesungen, dann schworen sie, das Gesetzt zu ehren, dann mehr Musik und mehr Gesinge. Und zum Schluss wurde jedem persoenlich ein Zertifikat ueberreicht. Für Johan war das alles etwas ganz besonderes und aufregendes. Ich fand das Getue ziemlich ueberfluessig – zu viel Patriotismus.
Danach gingen wir mit unseren Freunden aus zum Essen in ein Restaurant namens `Edingburgh`. Ich goennte mir geraeucherten Lachs. Super lecker.

28.05.2011
Die Zeit ist nun wieder ran, sodass wir neue Tanzteams für weitere Auftritte bildeten. Ich nahm an einem ’Women’s Styling Workshop’ teil, doch entschied mich dagegen, ins Team einzusteigen. Stellte sich heraus, dass das eine gute Entscheidung war. Habe heute davon gehoert, dass der erste Zickenkrieg bereits ausbrach – dabei haben sie gerade erst angefangen gemeinsam zu trainieren. lol
In den naechsten Wochen, bilden wir ein Zouk-Team, in dem ich sein werde. Für die Choreographie laden wir einen Choreographen von der Ostkueste ein. Wird super spannend. Die Auftrittsorte stehen noch nicht 100% fest, aber soweit ich weiss, ist Brisbane (Ostkueste) und Sydney (SuedOsten) im Gespraech.
Am Abend lud mich Johan dann ins Kino ein. Das Kino befindet sich in einem riesigen Shopping Center. Neben dem Kino ist eine Spielhalle für Kids. Da wir noch ueber eine halbe Stunde bis zum Film Zeit hatten, schauten wir uns dort um. An fast jedem Spielautomaten standen ein paar Kids. Motorradrennen, Schlauchbootrutschen, Gewaehr schiessen, Ballwerfen, Tischhockey…
Dann war es endlich Zeit für unsern Film. Wir schauten „Hangover 2“. Aehnelt Teil eins, dennoch sehenswert.






29.05.2011
Das Wetter war vielversprechend sonnig. Im Internet erfuhren wir, dass jeden Sonntag um die Ecke von uns ein FarmersMarkt veranstaltet wird. Also machten wir uns auf, kauften frische Eier (30er Box), Joghurt, Saefte und Gemuese.
Gegen 14 Uhr machten wir uns dann auf nach Hahndorf in die Berge. Da ich für meinen Geburtstag eine „German Party“ geplant habe, brauche ich noch typisch deutsches Essen und typisch deutsche Kleidung. Und Hahndorf (DIE deutsche Stadt hier in Suedaustralien) war definitiv der rechte Ort dafür. Wir fanden sofort einen Lebensmittelladen `The German Pantry`, der ausschliesslich von Deutschland importiert. Sauerkraut, Rotkraut, saure Gurken, Kartoffelkloese, Lebkuchen, u.u.u. Dort wurde ich dann fuendig. Und ich fand, wonach ich mich schon seit langem gesehnt habe… PFLAUMENMUS!!! Da Australier keine Ahnung von der Produktion von Marmeladen haben, findet man hier in den Berlinern/Pfannkuchen Zuckermarmelade. Die sieht aus wie normale Fruechtemarmelade, nur dass die Fruechte sich in einem Zuckergelee befinden. *urgh* Das Macht es ungeniessbar – sogar für mich. Der Pflaumenmus ist nun der erste gute suesse Aufstrich, den ich seit fast zwei Jahren hatte. Hab dafür aber auch ein Vermoegen hinlegen muessen…
Nachdem wir also ein wenig geshoppt hatten, trafen wir uns mit Simon und einem seiner Freunde zum geocaching (das hatte ich damals in Dtl mit Freunden gerne getan). Wir liefen also durch Hahndorf und Umgebung und spuerten zwei Caches auf. Nach etwa zwei Stunden rumlaufen und `Schaetze` aufstoebern, beschlossen wir, dass wir uns einen Kaffee und ein Stueck Kuchen verdient haben. Also ging es ab ins Cafe `Chocolate No 5`.
Waehrend wir unseren wohlverdienten Kuchen genossen, klingelte Johan’s Telefon – Katysha und Luke haben sich ein Hundebaby gekauft… Auf dem Weg nach Haus, fuhren wir also an deren Haus vorbei, um den `Nachwuchs` (wenn ihr Katysha kennen würdet, wuerdet ihr verstehen, warum ich Nachwuchs schrieb) willkommen zu heissen. Der Hund war ein Huendchen oder wie wir es bezeichnen würden, eine Fusshupe – klein, quirlig und haarig.



05.06.2011
Dieses Wochenende stand voll im Zeichen des `Schlemmens`! Erst ging es wieder am Sonntag auf den FarmersMarkt und dann hatte Simon uns alle zum KaesefondueAbend in sein Haus eingeladen. Dort angekommen, hiess es, Brot schneiden, Gemuese vorbereiten und das Beste… den Kaese schmelzen. Das war mein Job! Ich bewaffnete mich mit einem Holzloeffel und der Kaesewuerfelschuessel und startete mit einer Handvoll Kaesewuerfel für den Topf und ein paar Kaesewuerfel für meinen Bauch. Dies im Wechsel, schmolz der Kaese dahin.

Waehrend wir Sechs warteten, spielten wir ein paar Brettspiele. Dann war es endlich soweit. Der Topf mit dem heissen Kaese auf den Tisch, Karotten- und Paprikastuecke, gruene Bohnen, Brokoli und Brot dazu und schon ging der Festschmaus los. Mit den Kaesespiessen kaempften wir um den Topf, als ginge es um unser Leben. Nach etwa einer halben Stunde, war der Topf fast leer und der Kampf um den besten Platz im Topf hatte aufgehoert. Wir lehnten zufrieden zurueck. Was für ein Schmaus. Johan eroeffnete unseren Freunden, dass er Brownies gebacken hatte und es diese nun zum Nachtisch gab. Erstaunlicherweise, haben sich die Jungs auch noch darauf gestuerzt. Zur Verdauung setzten wir uns wieder an den Tisch und spielten ein paar weitere Runden.

In dieser Nacht schlief ich nicht sehr gut – mein Magen hoerte nicht auf zu grummeln – so war mir dann am naechsten Morgen zu uebel, um arbeiten zu fahren…

11.06.2011
Wir haben unseren Urlaub geplant und gebucht. Ende Oktober geht’s mit Johan und Kari nach Hawaii. Urspruenglich wollten sie dort nur Auftreten und einige Tanzworkshops geben (dort findet ein BachataFestival statt), doch dann kam uns die Idee, ein paar extra Tage dran zu haengen und unseren Urlaub dort zu verbringen. Was wir genau dort machen werden, wissen wir noch nicht. Sofern haben wir nur geplant, dass wir am Montag (letzte Oktoberwoche) in Honolulu ankommen werden, eine Woche Zeit haben und am Wochenende zum Festival muessen. Dann haengen wir noch einige Tage danach dran und fliegen am darauffolgenden Donnerstag zurueck nach Australien, aber an die Goldkueste im Osten. Da am Wochenende ein weiteres Bachatafestival in Bayron Bay stattfindet, bei dem sie auftreten (vielleicht tretet das ZoukTeam dort auch auf). Am Montag darauf, geht’s dann zurueck nach Adelaide und nach zwei Wochen Urlaub, wieder zurueck ins Arbeitsleben. Die Fluege nach Hawaii sind momentan so super guenstig, so dass ich für alle drei Fluege zusammen nur etwas ueber $1.000 bezahle. Was für ein Schnaeppchen…!!! :o) Ich lass euch mehr wissen, sobald wir mehr geplant haben.

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