Freitag, 7. Oktober 2011

2011-09 Johan's Geburtstag, Mt Lofty, Zouk Performance

21.08.2011 SO
Johan und ich haben uns am Sonntag mit ein paar Freunden zum Paintball spielen verabredet. Dafuer sind wir in die Berge gefahren (rund eine Stunde fahrt). Dort sind rund 27 verschiedene Spielfelder vorhanden - Taeler; ein Feld mit See in der Mitte des Spielfeldes; mit zwei Wachttuermen mit Fahnen; mit nur einem Wachtturm usw. Johan und ich waren im roten Team mit 5 Anderen, gegen das schwarze Team von 5 Spielern. War super witzig. Das schwarze Team hat in all den Spielen nur einmal gewonnen. Und als wir auf dem Spielfeld mit den zwei Wachttuermen spielten, mussten wir versuchen, die gegnerische Flagge zu stehlen und zum eigenen Wachtturm zu bringen. Ich versteckte mich in unserem, um die Fahne zu beschuetzen. Dann kam ploetzlich ein Gegenspieler von hinten in unseren Turm geschlichen - wir haben uns beide erschrocken und dann rannten wir im Kreis und versuchten uns gegenseitig abzuschiessen. Wir trafen uns dann etwa zeitgleich, aus einem Meter Entfernung und waren beide raus. Mich traf man direkt in die Rippen, neben meiner schusssicheren Weste. :o)
Dann spielten wir im Spielfeld mit nur einem Wachtturm. Das schwarze Team musste den Turm bewachen und wir mussten den Huegel (mit viel Gestruepp) hinunter laufen und versuchen, den Turm zu erobern (beruehren). Als ich etwa den halben Weg runter war, hatte ich keine Munition mehr. Nun hatte ich nur zwei Chancen. Warten, bis das schwarze Team ausgeloescht ist und so wuerde ich ueberleben oder alles riskieren und ohne Munition an den Turm heran schleichen und versuchen ihn allein zu erobern - ohne getroffen zu werden. Ich waehlte die zweite Variante. Also schlich ich von Busch zu Busch, verhielt mich ganz ruhig und schlich um den Turm herum zur Rueckseite. Als ich die Rueckseite erreichte, sah ich, dass sich einige vom gegnerischen Team im Turm aufhielten. Doch sie hatten alle Haende voll zu tun, also sprang ich ueber die letzten Buesche, die mich von Turm trennten und rannte zum Turm... und eroberte ihn. Damit hatten wir das Spiel gewonnen.

Auf dem Rueckweg hatte allerdings einer unserer Freunde einen Unfall. Die Strassen sind hier sehr kurvig und Aaron (unser Freund) ist noch sehr unerfahren als Fahrer. Der Wagen muss sich um 360 Grad gedreht haben, bevor er mit der Schnautze in die Planke fuhr. Ihm ist zum Glueck nichts weiter passiert. Er hatte wirklich Glueck. Der Unfall geschah zwischen zwei Kurven - entgegenkommender Verkehr haette nicht mehr rechtzeitig bremsen koennen. Anstatt alle zusammen zum gemeinsamen Abgrillen zu fahren, warteten wir nun fuer Stunden, bis Hilfe kam. Die Polizei und der Autoservice wollten erst nicht kommen. Dann kam die Polizei doch noch und die Feuerwehr und der Abschleppdienst und der Krankenwagen...

Wir sind dann aber doch noch zum Grillen zu Simon gefahren und genossen ein paar Wuerstchen, Bouletten und Fleischspiesse.

25.08.2011
Bei mir gehts gerade drunter und drueber. Es hat sich herausgestellt, dass meine Visaagentin gar keine richtige Agentin ist - nur eine Assistentin. Meinen aktuellen Agenten (der, der alles unterzeichnet) habe ich noch nicht einmal zugesicht bekommen. Und die Frau, die mein Visa bearbeitet hat, hat keine Ahnung davon, was sie tut. Nachdem man mich also falsch informiert hatte, dass ich nach einreichens des Visaantrages weiterhin fuer meinen Boss arbeiten koennte (mein working-holiday-visa hat die Richtlinie, dass ich alle 6 Monate das Unternehmen wechseln muss), musste ich nun Hals ueber Kopf aufhoeren, fuer ihn zu arbeiten. Das war ein ziemlicher Schock fuer alle. Nun habe ich mich also selber auf die Beine gemacht und bin zur Einwanderungsbehoerde gegangen und habe alle meine Fragen gestellt und endlich beantwortet bekommen (von meiner "Agentin" bekam ich immer nur ein "muss ich nachfragen" und dann doch keine Antwort oder eben die Falsche.
Es hat sich herausgestellt, dass meine "Agentin" zu spaet einen Verlaengerungsantrag fuer meine Arbeitserlaubnis eingereicht hatte. Nun kann es bis zu 2 Wochen oder laenger dauern, bis ich meine Erlaubnis bekommen, mit meinem derzeitigen Boss zu arbeiten. :o( Ich hoffe, dass sich das alles schnell klaert. Es ist ja nicht so, dass ich gar nicht arbeiten darf, muss halt nur jemanden finden, der mich fuer nur 6 Monate einstellen wuerde - aber ich wuerde schon gern bleiben, wo ich war und mein Boss und meine Kollegen wollen mich auch behalten.
Nun muss ich also noch ein paar Formulare ausfuellen und mein Boss muss noch einen Brief schreiben, dann ist das hoffentlich okay. Ich kann euch sagen, die letzten Tage haben mich ganz schoen mitgenommen. Da denkt man, man kann sich endlich niederlassen mit Job und allem und ploetzlich das. Haette ich der "Agentin" geglaubt und die Unterlagen von der Regierung nicht selber durchgelesen und hinterfragt, haette ich nie gewusst, dass ich ploetzlich illegal arbeiten wuerde, was mir mein Visa kosten koennte - ich muesste Australien sofort verlassen und duerfte nicht wiederkommen.
Habe aber das Richtige getan und aufgehoert zu arbeiten. Nun muss ich nur warten und hoffen, dass ich meine Arbeitserlaubnis verlaengert bekomme. Drueckt mir die Daumen. Ansonsten heisst es wieder 'Job suchen'...

26.08.2011 FR
Nachdem ich auf dem Rueckweg von meinem Boss war (wir hatten ein Gespraech, wie es weitergehen koennte), erhielt ich endlich den erloesenden Anruf – meine verlaengerte Arbeitserlaubnis ist eingetroffen. Yee ha.

27.08.2011 SA
Am Wochenende feierten wir dann Johan’s Geburtstag nach Malaysischer Tradition – gekleidet in traditionellen malaysischen Kleidern und malaysischen Gerichten. Seine Mutter sendete extra Sachen fuer uns her und wir verbrachten zwei Tage in der Kueche – gegrillten Fisch eingelegt in Chillie, verschiedene Curry’s, Kokosnuss-Reis u.u.u. Da es angenehm warm war, zuendeten wir draussen wieder ein Feuerchen an.

28.08.2011 SO
Da zwei unserer Freunde im Oktober den Mt Everest besteigen warden und dafuer fleissig hier ueben, entschieden wir uns heute, mit zu gehen. Simon und Ryan, beide mit 20L Wasserflaschen im Rucksack bewapnet, und Johan, Antonia und ich, ohne schwere Last, begaben uns also gegen Mittag nach Mt Lofty, um vom Wasserfall „Gully“ auf den Berg „Lofty“ (727m) hinauf und hinunter zu wandern. Hinauf brauchten wir ungefaehr 1.5 Stunden, hinunter (wir nahmen den laengeren Weg am Wildpark „Cleland“ vorbei) ungefaehr 2 Stunden. Die Ansteige ist an manchen Stellen fast senkrecht und man kann fast mit allen Vieren voran gehen. Oben angekommen, erreicht man „Mt Lofty Summit“ – eine Aussichtsplattform mit Restaurant. Hier genossen wir einen Apfelpie, bevor wir uns an den Abstieg machten. Durch den Nationalpark (wo wir auf ueber 10 Koalas stiessen), am Wildpark „Cleland“ vorbei (wo wir ein Kangaroo Joe erblickten), zum Ausblick zum Meer und zurueck zum Wasserfall.

Am Abend, trotz Erschoepfung, gingen wir dann ins Restaurant „Sparrows Kitchen“. Ich ersteigerte einen Gutschein fuer ein Dinner mit Tapas, Wein und Sangria fuer zwei. Das Essen war okay, nur super wenig, fuer den Preis, den man dort zahlt. Die Bedienung war super schlecht. Mussten ewig auf Getraenke warten. Zum Glueck hatte ich einen Gutschein. :o)

04.09.2011 SO
Diese Woche wird in Adelaide die „Royal Adelaide Show“ veranstaltet – Tierausstellungen, Karussell, Essstaende, Shows, etc. Ein riesen Fest fuer Gross und Klein. Dort verbrachten wir dann also den ganzen Sonntag bei herrlichem Sonnenschein. Sahen uns Hunde- und Katzenzuechter an, eine Reptilienshow, Schwertschlucker, Misses Super-Beweglich, ein Artist hob einen Kasten mit gefuellten Milchflaschen mit seiner Zunge und ein Anderer hob eine Autobatterie mit seinen Nippeln an (nachdem er die Ketten, die Nippel und Batterie verbunden, aufgeladen hatte). Und zwischendurch gab’s dann Zuckerwatte! Was fuer ein Tag.

05.09.2011 MO
Heute starteten wir unsere neue „Diaet“. Wir bestellten zum ersten mal unser Essen bei „Lite ’n easy“. Die bereiten alles vor, sodass man das Essen nur aufwaermen muss und somit schnell und gesund essen kann. Nun gibt es also nur noch vorgefertigtes Mittag und Abendessen – und davon nicht viel. Als wir vor unserem ersten Gericht sassen, sahen wir uns an und fragten uns „Ist das alles?“ Dafuer hatten wir mit dem Trockeneis, das in der Aufbewahrungsbox war, sehr viel Spass (siehe Bilder).

15.09.2011 DO
Wir haben uns dazu entschlossen, nach einem neuen Haus umzuschauen. Nachdem unser Vermieter den Preis angehoben hatte, wollten wir mal schauen, was so fuer den gleichen Preis auf dem Markt ist, ausserdem wollen wir naeher zum Strand. Wir fanden auch gleich ein Haus, dass uns super gefiel. Helles Wohnzimmer mit offener Kueche und schoenem, kleinen Garten. Leider stellte sich heraus, dass sie vom Mieter erwarteten, Wasser zu bezahlen (ist hier nicht wirklich ueblich, wir zahlen momentan kein Wasser). Also dann doch nicht umziehen...

Mitte September lag ich dann fuer eine ganze Woche mit einer Nasennebenhöhlenentzündung im Bett. Und das so kurz vor unserem Tanzauftritt Ende September. Also schonte ich mich fuer zwei Wochen und trainierte dann in der letzten Woche nochmal ganz stark.

23.09.2011 FR
Nach unserem letzten Zouk Tanztraining, hiess es dann Diamanten an unsere Kostueme kleben und noch schnell braeune durch einen „spray tan“ bekommen. Fuer mich, ist Diamantenkleben die schlimmste Arbeit, die man mir geben koennte. Dieses rumgefiddel mit den kleinen Diamanten und dem Kleber. Die endeten ueberall ab, nur nicht am Kostuem. War ich genervt...

24.09.2011 SA
Heute Abend veranstaltete LDN (unser Tanzstudio) dann das Fruehlingstanzfest mit verschiedenen Tanzauftritten, darunter unser Zoukauftritt und einer Alien-Zouk-Choreography. Ich dachte, ich wuerde super aufgeregt sein, zumal die Probe ziemlich schlecht fuer uns lief. Wir hatten ziemliche Probleme mit dem Lift (die Maenner mussten die Tanzpartnerin an der Huefte hochheben, so dass wir auf unserem Ruecken lagen und dann im Kreis drehen). Wir haben es zeitlich nicht hinbekommen. Ausserdem hatte mich das Licht bei der Probe geblendet, dass ich in allen Drehungen die Orientierung verlor und nicht mehr wusste, wo ich hin musste oder wo Lohan stand. Dann trat Johan auf meinen Fuss - wer die Schuld daran hatte, war noch nicht ausdiskutiert :o) - so dass ich nicht „dippen“ konnte. Im Grossen und Ganzen, war es ein flop. Aber es heisst ja immer, wenn die Probe schlecht wird, wird der Auftritt super. So war es dann zum Glueck auch.
Wir machten uns also fertig - Kostuem an, geschminkt und dann war es soweit. Unsere Auffuehrung war die Erste. Als wir hinterm Vorhang warteten, stieg meine Nervoesitaet. Zum Glueck waren wir ein grosses Team, sodass wir uns gut Mut zusprechen konnten. Dann ging der Vorhang auf und wir performten unseren Tanz. Alles lief super, die Leute jubelten und unser Team gab ihr bestes. Nach nur wenigen Minuten war es dann auch schon vorbei. Wir schauten uns noch die Anderen Auftritte an und tanzten danach bis 2 Uhr morgens. Zum Glueck konnten wir am Sonntag ausschlafen, bevor wir zum Brunch in ein Cafe gingen.

27.09.2011 DI
Heute hatten wir unser letztes Training, bevor es am Wochenende nach Brisbane zum „Brazil Central Zouk Event“ ging. Dort werden wir vor ueber hundert Leuten auftreten. Da Johan im anderen Raum Tanzunterricht gab, musste ich mit James trainieren. Der ist allerdings einige Koepfe groesser als Johan, sodass das Training ziemlich witzig wurde. Ich musste mich so sehr umstellen, da James natuerlich auch laengere Arme hatte und beim „Dippen“ ging es dann viel weiter hinunter. Leider gab es dann auch einen kleinen Unfall zum Ende. Im letzten Durchlauf, stiess ich dann meine Augenbraue an James Ellbogen. Da sah ich dann fuer einem Moment Sterne. Zum Glueck hatte sich mein Auge nicht verferbt – nur leicht geschwollen...

30.09.2011 FR
Am morgen gegen 9 Uhr ging unser Flug nach Brisbane „Brazil Central“. Wir trafen uns mit dem gesamten Team am Flughafen. Rund 2 Stunden Flug plus Zeitverschiebung, landeten wir gegen Mittag bei super sonnigem Wetter. Erstmal ins Hotel und eingecheckt, dann zum Mittag mit unserem Team getroffen und dann ging es Nachmittags dann zum Event - erst Probe, dann fertig gemacht und abends dann aufgetreten. Ich war gar nicht nervoes. Nicht mal, als wir neben der Buehne standen und auf unseren Aufruf warteten. Es lief ziemlich gut. Ich glaube, ich hatte dieses mal sogar ein richitgen Buehnen-Gesichtsausdruck. Super. Dann tanzten wir bis spaet in die Nacht.

Samstag, gegen Mittag, aufgewacht und an ein paar Tanz-Workshops teilgenommen (und viel gelernt), dann abends wieder bis spaet getanzt.

Sonntag wieder gegen Mittag raus (das Aufstehen viel dann schon etwas schwerer), zu den Tanz-Workshops und abends bis kurz nach Mitternacht getanzt.

Dann zum Hotel mit unserem Team Pizza essen, gegen 3.30 Uhr morgens ins Bett und eine Stunde spaeter (4.30 Uhr) wieder aufgestanden, damit wir den 6.15 Uhr Flug am Montag Morgen nicht verpassten. Zu Haus angekommen, dann nur noch ins Bett und ich schlief bis kurz vor 20 Uhr. Zum Glueck war Feiertag...

Nun bin ich erschoepft, muede und mein ganzer Koerper tut mir weh. Dennoch bin ich froh, dass ich nach Brisbane geflogen bin. Ich hatte super Taenze und richtig viel Spass (und ich hab so viel gelernt).

Freitag, 19. August 2011

2011-08 Tiershows in den Flinders Ranges

Am Freitag den 15.07.2011 hatte ich mal wieder frei. Genau zum richtigen Zeitpunkt – es war herrlich sonnig und die Voegel zwitscherten. Als ich mich am Morgen an den PC setzte, um wieder mal an meinem Visa Antrag zu arbeiten, fand ich einen Brief von Johan auf dem Tisch. Darin bat er mich, dass ich gegen 19 Uhr in einem Ausgehkleid gekleidet, zu Haus auf ihn warten sollte. Er wollte mich gern nett ausfuehren. Was fuer eine Ueberraschung. Also ging ich erstmal neue Sachen einkaufen… ;o)

Ich nahm ben Bus in die Stadt, da man nie leicht einen Parkplatz findet. Der Busfahrer war so freundlich und half mir dann, an der richtigen Haltestelle auszusteigen. Dann machte er noch sicher, dass ich wusste, wo ich den Bus zurueck nach Haus finde.

Dann machte ich mich auf den Weg zum deutschen Consulat, da ich noch einige Papiere fuer mein Visa beantragen musste. Kaum hatte ich den winzigen Raum betreten, hoerte ich nur noch deutsche Stimmen. Vermutlich lag es nur an der Frau hinterm Tresen und dem Mann in der Reihe vor mir, aber als sie beide deutsch sprachen, klang das so fremd und komisch, ich musste mir das Lachen verkneifen. Sie klangen, als haetten beide nen Stock im Hintern, mit ihrem „Sie“ und „das waere sehr freundlich von Ihnen“ – Hochdeutsch. Dann war ich an der Reihe. Sie bat mich meine derzeitig Adresse hier in AUS zu buchstabieren... Uhhm. Irgendwie hatten wir beide damit Probleme. Ich musste lange ueberlegen und sie verstand mich nicht richtig. Also dann doch in englisch. lol

Am Abend machte ich mich dann fertig fuer die Ueberraschung. Und als Johan von der Arbeit nach Haus kam, war er schon fix und fertig im Anzug und Schlips gekleidet. Dann warteten wir. Und ich dachte, dass er vermutlich einen Tisch fuer spaeter bestellt hatte und wir nun darauf warten mussten. Doch dann fuhr ploetzlich ein Wagen vor – unser eigener Choffeur. Er stieg aus, oeffnete uns die Tuer und fuhr uns dann durch die Gegend. Da ich noch nicht wusste, wo es hin geht, versuchte ich zu raten. Erst fuhr er in Richtung Strand und ich dachte, „Okay ein Strandrestaurant – wie schoen.“ Dann bog er ab und fuhr in die Stadt und ich dachte, „Okay vermutlich Gouger Street.“ Eine Strasse mit vielen Restaurants. Doch dann bog er wieder ab und fuhr zurueck in Richtung Haus. Beide machten sich einen Spass daraus, dass ich nicht wusste, wohin es ging. Als wir fast McDonalds auf dem Weg nach Haus erreicht hatten, sagten sie, „Wir fahren in den McDrive!“ Doch dann bog er erneut ab und fuhr zurueck Richtung Stadt. Wir hielten am Restaurant „Assaggio Ristorante“ einem sehr feinen italienischem Restaurant. Wir wurden mit einer Flasche Champagne begruesst und genossen dann ein 3-Gaenge-Menue. Nach einem kurzen Spaziergang, holte uns unser Choffeur wieder ab und brachte uns nach Haus.Was fuer eine fantastische Ueberraschung!

Die Naechte momentan sind hier ziemlich kuehl. Als ich am Samstag als Vertretung fuer eine Kollegin zur Arbeit fahren wollte, war Eis an meinen Autoscheiben. Zum Glueck brauchte ich nicht kratzen.

Am Mittwoch, den 20.07.11 hatte ich wieder Salsa-training. Diesmal arbeiteten wir wieder an unseren Drehungen und nachdem wir uns aufgewaermt hatten, habe ich unglaubliche 5 Drehungen geschafft – das Ganze sogar passend zur Musik.

Am Donnerstag, den 21.07.11 ging ich dann mit meinen Kolleginnen zur Oper „La Sonnambula“ (Die Schlafwandlerin) schauen. Den Abend haben wir dann mit einem Glas Champus begonnen. Das Stueck wurde in italienisch gesungen, zum Verstaendnis blendeten sie ueber der Buehne das Gesungene in Englisch ein. Im Grossen und Ganzen war es ein schoener Abend, obwohl mich das Gesinge im zweiten Akt dann doch schon ganz schoen genervt hat. :o)

Am naechsten Donnerstag, 28.07.11 war dann Zumba mega party - 1.5 Stunden durchgaengig und ausgiebig bewegen. War super spassig, dafuer tat mir danach tagelang alles weh.

Am Freitag, 29.07.11, hatte ich dann meinen medizinischen Test fuer mein Visa in der Stadt. „Bewegen Sie mal den Arm so...“ und „Drehen Sie mal den Oberkoerper so...“ und „machen Sie mal eine Kniebeuge.“ Oh gott, wirklich? Nach meiner gestrigen Zumba party konnte ich mich schon so kaum normal bewegen und nun sollte ich auch noch mit einem Laecheln im Gesicht eine Kniebeuge machen?! „Autsch!“
Danach setzte ich mich in ein Café in der Stadt und genoss Eier, Speck und Tomaten zum Fruehstueck bevor ich mich mit einer Freundin zum Geschenkshopping traf. Heute Abend ist Kari’s Geburtstagsfeier – lecker Curries warten auf uns.

Am Samstag, 30.07.11, veranstalteten wir im Tanzstudio eine „Xmas im Juli“-Party. Mit Weihnachtsbaum, Weihnachtsdekor, Tanzworkshops und BBQ bei sonnigem Wetter.

Anfang August ueberredete ich eine Kollegin dazu, Tanzstunden in unserem Tanzstudio zu nehmen. Nun kommt sie regelmaessig. Am ersten Sonntag im August – SunsetSalsaParty am Henley Beach – kamen dann sogar zwei Kolleginnen zum Zuschauen.

Am ersten Wochenende im August hatten wir wieder zwei Tage Zouk Training – 4 – 6 Stunden pro Tag. Dann ueberraschte mich Johan mit einer Hotelzimmerreservierung im Stamford Plaza Hotel in Adelaide – AutoParkservice, Pool, Whirlpool, Sauna auf dem Dach und Whirlpool im Zimmer, Zimmerservice fuer’s Abendessen und Fruehstuecksbuffett am Morgen. Der Wellnessbereich war leer, also hatten wir alles fuer uns allein. Der Zimmerservice war super und auch das Fruehstuecksbuffett war reichhaltig. Rundum sehr entspannender Aufenthalt.

Dann war ich vom 16. – 18.08.11 in den Flinders Ranges. Adrian (Animals Anonymous), mit dem ich vor einigen Monaten noch zusammen arbeitete, Kinder ueber australische Tiere zu unterrichten, hat mich zu einer drei-Tage-Tour eingeladen. Also ging es am Dienstag gegen Mittag los – rund 3 Stunden fahrt – bis Mambray Creek, wo wir unser Quartier im Naturschutz Park aufschlugen. Inmitten des Park’s ist ein Campingplatz mit kleinen Holzhuetten – Doppelstockbett, Essecke und Kueche – zwei Schritte getan, ist man schon durchs ganze Haus gelaufen. Dennoch war es gemuetlich. Die Tiere (Adrian bringt seine eigenen Tiere zu den shows mit) in die Huette verfrachtet, machten wir uns auf zu einem kleinen Marsch durch den Park. Es regnete leicht, aber davon liessen wir uns nicht abschrecken. Unseren Weg kreuzten Euro’s und Western Grey Kangaroos, Voegel flogen singend von einem Baum zum Anderen und wir sahen sogar ein Kangaroo mit einem baby im Beutel. Wir liefen bis zu einem sehr felsigen Gebiet, wo sich Yellow-footed rock-wallabies aufhalten sollten. Leider ohne erfolg. Da es langsam Dunkel wurde, machten wir uns auf den Rueckweg. Mit Taschenlampe bewaffnet, versuchten wir dann mehr Tiere aufzufinden. Ueberall sahen wir Augen im Dunkeln aufleuchten. Ein junges Kangaroo sass nur einen Meter von uns entfernt und sah uns an. Ich hatte mich ganz schoen erschrocken. Hatte nicht erwartet etwas so nah aufzufinden. Doch sie zeigten kaum Angst und hopsten neben uns her. Dann zeigte mir Adrian, dass man im Dunkeln sogar Spinnen (wolf spider) mit der selben Methofe auffinden kann. Also hielt er die Tachenlampe neben seine Augen und blickte in die Ferne. Ich glaubte ihm kein Wort. Doch nur wenig spaeter zeigte er mir die erste Spinne und dann noch eine und noch eine. Also versuchte ich es und siehe da, auch ich fand einige Spinnen. Deren Augen leuchten gruenlich zurueck, wenn das Licht der Taschenlampe hineinfaellt.

Noch etwa 500 Meter zurueck zu legen, da fing es ploetzlich an sehr stark zu regnen und ein Gewitter naeherte sich. Das war ein fantastisches Phenomen. Der Blitz der durch die Baeume leuchtete und der Donner der durch den Wald zog. Wir erreichten unsere Huette gerade rechtzeitig, bevor das Gewitter ueber uns hinueberzog. Die halbe Nacht donnerte und blitzte es. Zum Abendessen liessen wir dann „Rupy“ das Bettong (aehnelt einem Kangaroo, hat aber die Groesse eines Hasen) aus der Box, so dass er ein wenig herum huepfen konnte. War sehr suess anzusehen.

Am Mittwoch standen wir dann gegen 7.30 Uhr auf (Solargeheizte Dusche mit Blick auf die Baeume draussen – man fuehlt sich, als nehme man eine Dusche draussen im Freien), versorgten die Tiere, fruehstueckten und fuhren dann zu den ersten zwei Kindergaerten fuer unsere Shows nach Port Pirie. Die Kinder liebten die Tiere – das Bettong, ein Velvet Gecko, ein water dragon, Mertens Wassermonitor, Krokodil, Babyschlangen, eine ausgewachsene rund 2m Schlange, ein GreenTree Frosch und ein Glider. Eine der shows war in einem Behinderten Center fuer Kinder. Dann im Sonnenschein zum Mittag in ein Cafe gesetzt, bevor es zu den naechsten zwei Kindergaerten ging. Zwischen den letzten beiden shows fing es dann ploetzlich an zu hageln – 5mm grosse Hagelstuecke fielen vom Himmel.

Nach unseren Shows, begaben wir uns auf zum ‘Sightseeing‘ und schauten uns eine Haiausstellung an. War allerdings nichts besonderes. Angeblich haben Fischer in Port Pirie vor einigen Jahren durch Zufall einen riesigen Hai gefangen und einen nachgebauten Hai stellen sie nun aus, mit allen erdenklichen Informationen dazu. $3 fuer 10 Minuten Informationen lesen und auf einen Fieberglashai zu schauen. Naja, wir hatten zumindest 15 Minuten rumgebracht... Dann besorgten wir uns indonesisches Abendessen zum mitnehmen und beschlossen fuer einen Spaziergang zum Telowie Gorge Naturschutz Park zu fahren. Wieder versuchten wir yellow-footed rock-wallabies aufzuspueren und erneut ohne Erfolg. Dafuer sahen und hoerten wir eine Vielfalt von Voegeln. Als es Dark wurde, machten wir uns auf dem Rueckweg. Kaum im Auto angekommen, fing es erneut an zu regnen. Die Wege im Park warnten, dass sie nur bei trockenem Wetter befahren werden sollten. Zum Glueck waren wir im Gelaendewagen unterwegs, ansonsten waeren wir dort gestrandet.

Am Donnerstag standen wir gegen 8.30 Uhr auf, da wir noch 2 weitere Kindergaerten in Port Pirie besuchen wollten. Port Pirie ist die Stadt mit den schrecklichsten Strassenbezeichnungen ueberhaupt. Strassenschilder gibt es kaum oder zeigen in die falsche Richtung. Wir fuhren jedes mal 15 Minuten im Kreis, bevor wir die richtige Schule fanden. Nach der letzten Veranstaltung kam ploetzlich einer der kleinen Jungs (rund 4-5Jahre) zu mir und umarmte mich als Dankeschoen – das war so suess. Dann machten wir uns auf den rund 3-Stunden-Rueckweg.

Dienstag, 12. Juli 2011

Neue Fotogallerie

Am Wochenende habe ich erschreckenderweise festgestellt, dass meine online Fotogallerie mir nicht mehr ermoeglicht, Bilder so einfach hochzuladen. Daher habe ich nun ein neues Program ausgewaehlt. Um meine Bilder nun ansehen zu koennen, ist ein Passwort erforderlich. Schick mir eine Email an farawaydown@web.de und ich sende euch das Passwort.

Montag, 20. Juni 2011

2011-06 mein neues Hobby und mein Geburtstag...

18.06.2011
Heute Abend waren wir zum 30ten Geburtstag von unserem Freund Simon eingeladen. Simon's Familie ist urspruenglich deutsch, daher gab's deutsche Gerichte - unter anderem Schwein am Spiess! Lecker.
Zur Unterhaltung sangen wir Karaoke, tranken Feuerzangenbowle und schauten uns eine Feuershow an. Bilder sprechen fuer sich...

19.06.2011
Gegen 3 Uhr morgens ging's dann ins Bett und nach 4.5 Stunden schlaf, machten wir uns auf dem Weg zur Glenelg Tauchschule fuer unsere Tauch-SchnupperStunde. Nach einer kurzen Einfuehrung, ging es zum Pool. Rein in die Schwimmsachen und die Flaschen auf den Ruecken geschnallt. Das erste Mal unter Wasser, war schon irgendwie ungewoehnlich und laut! So viele kleine Luftblaeschen schwirrten um meinen Kopf herum. Wir gingen einige Basissituationen unter Wasser durch – Wasser in der Taucherbrille, Mundstueck verloren, keine Luft mehr zur Verfuegung. Leichte Panik kam dann schon auf, als wir trainierten, was zu tun ist, wenn man keine Luft mehr zur Verfuegung hat. Dennoch hat mir das Ganze sehr gut gefallen und als wir zum Ende hin allein im 3m tiefen Pool herum tauchen durften, stand für mich fest, dass ich meinen Tauchschein auf jeden Fall machen moechte.

23.06.2011
Auf Arbeit haben mich meine Kollegen mit einem geschmueckten Aufenthaltsraum und einem Geburtstagskuchen ueberrascht.
Abends ging ich dann zum Salsatraining und danach in den Pub CALE, um zu tanzen – meinen Geburtstagstanz. Die ganze Zeit war ich bereit und wartete, das Sam meinen Tanz ansagte. Doch nichts geschah. Also nutzte ich die Gelegenheit und ging zur Toilette. Und natuerlich, waehrend ich so da sass, hoerte ich Sam meinen Geburtstagstanz ansagen, dann war kurz Stille und dann hoerte ich sie alle Lachen. Zurueck im Tanzsaal, empfang mich dann Sam lachend und sagte meinen Tanz erneut an.

25.06.2011
Meine Geburtstagsfeier hatte ich für heute Abend angesetzt. Seit gestern kochten Johan und ich bereits. Meine Feier hatte das Thema „Deutsch“, also gab es deutsche Musik, deutsche Kleidung und deutsche Gerichte – wie Gulasch, Kartoffelkloese, Sauerkraut, Rotkohl, Kartoffelauflauf, gefuellte Eier, Bratkartoffeln, Bouletten und Pudding. Deutsches Bier gab es natuerlich auch. Von Johan hab ich einen Gutschein für meine Tauchlizenz bekommen, Ohrringe, einen Ring, Schal von meinen Freundinnen und ein Waffeleisen inkl. Waffelteig von meinen Freunden. Da es abends angenehm warm war, zuendeten wir ein Feuer in der Feuerschale an und grillten Marshmallows. Als Geburtstagstorte habe ich einen riesiegen Apfel-Kaesekuchen bekommen. Super lecker.

09.07.2011
Heute habe ich mein Zouk-Performance Training begonnen. Wir sind etwa 7 Paare. Allan, der unseren Tanz choreographiert, ist extra aus Sydney angereist. Also trainierten wir 2 Tage lang. Am Samstag, neben 2 Stunden normalem Zouk-Unterricht, trainierten wir ueber 3 Stunden und am Sonntag erneute 3,5 Stunden. Nun bin ich ziemlich erschoepft, dazu kam noch, dass ich die letzten Tage nicht richtig schlafen konnte, da mir der Song, zu dem wir tanzen, ununterbrochen im Kopf herum schwirrte. Nichtsdestotrotz werde ich weiter trainieren – die Choreo ist der Wahnsinn – und dann in ein paar Monaten in Adelaide, Brisbane und Sydney auftreten.

In naechster Zeit, werden meine Eintraege vermutlich länger auf sich warten lassen. Neben der Arbeit und dem Tanztraining bin ich sehr mit der Vorbereitung meines Visaantrages beschaeftigt.

Freitag, 17. Juni 2011

2011-06 Jagen und Grillen

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Der australische Winter hat sich hier nun gaenzlich breit gemacht. Kurze Schauer, Wind und Wolken. Zum Glueck draengt sich die Sonne hier und da mal durch. Auch wenn ich Winter schreibe, ist es eher mit einem angenehmen deutschen Herbst zu vergleichen. Dennoch haben wir hier alle schon genug vom Wetter. Wenn man den ganzen Sommer ueber taeglich Sonnenschein hat, ist man ganz schoen verwoehnt.

Gestern (16.06.2011) gingen wir zu einem Schiessverein. Einer unserer Freunde hat Geburtstag und als Ueberraschung buchten wir ein Waffenpaket für uns alle – 2 Frauen, 4 Maenner. Nach einem Einleitungsvideo, fuehrten sie uns zur ’Indoor Range’. Nach einer kurzen Einleitung, wie man eine Waffe haelt, laedt, schiesst und entleert, gab man uns das Zeichen dafür, Ohrschuetzer und Brillen aufzusetzen.
Die erste Waffe, die wir auf die Zielscheibe abfeuern durften, war eine ’99mm Glock’ mit 30 Schuss. Also Waffe in die Hand, Magazin eingelegt und… erstmal gewartet, bis einer meiner Freunde schoss, damit ich auf die Lautstaerke vorbereitet bin, wenn ich selber schiesse. Dann erstes Magazin geleert, Magazin raus, neues rein und zweites Magazin geleert – 20 Schuss trafen die Zielscheibe, 2 davon gingen ins Bulls-Eye!!!
Die zweite Waffe war eine ’.45 Glock’ mit 10 Schuss. Nachdem ich auch das Magazin geleert hatte, musste ich feststellen, dass nur 5 Schuss ihren Weg in die Zielscheibe fanden.
Nummer drei, war ein ’.357 magnum Revolver’ mit 12 Schuss. Man warnte uns, die Finger nicht in die Naehe der Trommel zu halten, wenn wir die Waffe abfeuern. Spaeter sahen wir warum. Bei jedem Schuss kamen Flammen aus beiden Seiten der Trommel. Nachdem ich das erste Magazin leer geschossen hatte, schnell die Trommel wieder nachgefuellt (komisches Gefuehl, jede Patrone einzeln in die Trommel einzulegen) Obwohl ich bei jedem Abfeuern die Augen zu kniff – die Waffe hatte einen maechtigen Bums – fanden magischerweise alle Kugeln ihren Weg zur Zielscheibe und eine ging sogar ins Bulls-Eye!!!
Die letzte Waffe war ein ’.44 magnum Revolver’ mit 6 Schuss. Die Waffe war gross und schwer und sogar die Patronen schienen riesig. Ich hatte Schwierigkeiten, die Waffe waehrend des Schiessens in der Hand zu behalten, so maechtig war der Rueckstoss. Dennoch fanden 4 Kugeln ihren Weg ins Ziel, eine davon ins Bulls-Eye!!!
Als wir auf dem Weg waren, den Verein zu verlassen, drueckten sie uns einen Gutschein für 4 kostenfreie Schuesse mit einer shotgun (Schrotflinte) in die Hand. Das heisst dann wohl, wir kommen wieder… :o)

Danach gingen wir alle zusammen in ein Koreanisches Restaurant, in dem wir unser Fleisch selbst am Tisch grillten. Die Grillplatten sind in den Tisch eingebaut. Also bestellten wir verschiedene Fleischarten mit verschiedenen Beilagen und grillten alles gemuetlich am Tisch. Nachdem wir voll und zufrieden waren, kam der Kellner an unseren Tisch und brachte uns noch auf Kosten des Hauses Fleischrippchen. Soooo gut!

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